Erstmals aufgedeckt: Die Brände in Kalifornien folgen einem groß angelegten Plan

Oktober 28th, 2007 von admin

Wieso lassen die Amerikaner ganz Kalifornien abbrennen? Weil das der eleganteste Weg ist, um ihre Kreditkrise zu überwinden.

Monatelang zermarterte ich mir das Hirn, wie es die Amerikaner wohl schaffen könnten, aus ihrer selbst angerichteten Finanzkrisenmisere wieder herauszukommen, ohne dabei ganz Wall Street zum Einsturz zu bringen. Rein ökonomisch gesehen gibt es da keinen Ausweg: Der Dollar muss fallen, die Rezession muss kommen, halb Amerika wandert in den Schuldturm und kommt erst wieder raus, wenn die Chinesen nach Olympia beschließen, ihre Dollar-Überschüsse in den Kauf von ein paar Millionen Ferienhäusern in Florida und Kalifornien zu investieren - müssen die ehemaligen Bewohner halt nach Arkansas, Utah und Wisconsin umziehen.

Aber weil sich die Amerikaner nur dann an ökonomische Gesetze halten, wenn sie ihnen auch nutzen, wird es natürlich so nicht kommen. Aber wie dann? Wie lange wird das sagenumwobene Plunge Protection Team (Kurseinbruchverhinderer-Team, PPT) noch den Dow Jones über Wasser halten können?

Das PPT, angeblich nach dem großen Börsencrash 1987 gegründet, um den US-Aktienmarkt vor neuerlichen Katastrophen zu bewahren, besteht mutmaßlich aus einer kleinen Gruppe von Eingeweihten: normalen Bankern, Investmentbankern, Zentralbankern, Freimaurern und Illuminaten, natürlich ausgestattet mit praktisch unbegrenzten Finanzmitteln.

Es tritt gewöhnlich zwischen 14 und 14.30 Uhr in Erscheinung. Immer dann, wenn in der ersten Handelshälfte der Dow-Jones-Index auf tiefe Talfahrt geht, fangen wundersame Kräfte ihn nach dem Lunch wieder auf. Aber auch das stärkste PPT kann nicht auf ewig gegen jegliche ökonomische Vernunft den Dow Jones nach oben kaufen. Also schalteten die Geheimbanker dieser Tage einen Gang höher - und zündeten Kalifornien an.

Die finanzielle Logik hinter den Verwüstungen durch die kalifornischen Waldbrände ist bestechend: Weil in ganz Amerika mehrere Millionen im letzten Boom gebaute Häuser zu viel herumstehen, ist jedes abgebrannte Haus ein gutes Haus, weil es den Angebotsüberschuss verringert. Zudem sind die betroffenen Hausbesitzer nicht nur ihr Haus, sondern auch ihr Hypothekenproblem los - schließlich sind die Häuser versichert.

Und wenn der beim warmen Abriss angerichtete Schaden auf der Grundlage der aktuellen Marktwerte reguliert, aber erst in ein paar Monaten tatsächlich ausbezahlt wird, sind die Hauspreise bis dahin so gefallen, dass man sich ein fast genauso großes und schönes Haus wie das verbrannte für den halben Preis kaufen kann.

Draufzahlen müssen dabei zwar eigentlich die Versicherungen. Aber weil es sich um einen Großschadensfall handelt, wird ein guter Teil der Schadenssumme von den Rückversicherern übernommen. Und die sitzen in Deutschland (Münchener und Hannover Rück) und der Schweiz (Swiss Re) und hatten bislang wohlig gedacht, sie hätten mit der Weltkreditkrise gar nichts zu tun. Denkste - zahlen bitte!

Die einzige große amerikanische Rückversicherung wiederum gehört zum Reich von Giga-Investor Warren Buffett, und auch da trifft es ja den Richtigen - hat der doch Dutzende von Milliarden Dollar investiert und keinen Cent davon in schlechte Subprime-Hypotheken. Aber auf diese Weise darf er sich auch an der nationalen amerikanischen Aufgabe der Finanzkrisenbewältigung beteiligen. Ein Meisterstück des PPT!

Glauben Sie nicht? Oh, ich habe da noch ein untrügliches Indiz. Wie heißen die von der Krise am stärksten betroffenen Branchen? Genau: Finanzen, Versicherungen, Immobilien oder auf Englisch: Finance, Insurance, Real Estate. Und wie kürzt man das ab? Genau: F-I-R-E. Auf Deutsch: Feuer!

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Artikel auf: welt.de

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Börse auf Speed

Oktober 26th, 2007 von admin

Trotz Finanzkrise und Milliarden-Abschreibungen bei Banken: Die Börsenkurse steigen neuen Jahreshöchstständen entgegen. Möglich macht es die US-Notenbank, die schnell viel Liquidät in den Markt gab - eine gefährliche Medizin, wie die Geschichte der großen Börsencrashs zeigt.

Düsseldorf - Das nennt man Gelassenheit. An jenen Tagen, als die Bankengiganten UBS, Citigroup  und Merrill Lynch  erstmals seit Jahren Milliardenverluste bei Geldgeschäften eingestehen mussten, zeigte die Börse, was sie davon hielt: nichts. Die Kurse stiegen oder blieben stabil, der lang erwartete Einbruch blieb aus. Weder der New Yorker Leitindex Dow Jones  noch der deutsche Dax  haben in den vergangenen Wochen einen nachhaltigen Rücksetzer erleben müssen - trotz der vielen bedenklich gestimmten Anleger.

Das Frankfurter Barometer beispielsweise musste zwischen Mitte Juli und Mitte September zwar Verluste um mehrere hundert Indexpunkte hinnehmen, aber das Minus war alles andere als dramatisch: Der Dax büßte nachhaltig kaum mehr als zehn Prozent seines Rekordwertes von 8151 Punkten ein, den er am 16. Juni erreicht. Mittlerweile pirscht er sich schon wieder in die Nähe der magischen 8000-Punkte-Marke zurück.Viele professionelle Analysten wollen deshalb nicht einmal von einer echten Korrektur sprechen. Im Gegenteil: Den Börsenprofis schwant, dass sie womöglich nicht am Rande eines gewaltigen Kurseinbruchs balancieren, sondern vor ein paar überraschend guten Börsenmonaten stehen könnten. Die hätten sie Amerikas Zentralbank zu verdanken. Wieder einmal.

Hilfen für die Boombranchen

Als Washingtons Notenbanker vor einigen Wochen die Zinsen senkten, um den Finanzgiganten wie eben UBS, Citigroup oder Merrill Lynch in der Kreditkrise zur Hilfe zu eilen, trieben sie ungewollt auch andere Wirtschaftszweige mit nach oben.

Die aber liefen und laufen ohnehin gut, und so wurde aus der Rettungsaktion für das zentrale Bankgeschäft die überdrehte Stimulanz für andere Wachstumsbranchen. Genau das aber passierte der amerikanischen Zentralbank schon mehrmals - mit üblen Spätfolgen.Im Oktober 1998 beispielsweise senkten die Notenbanker überraschend die Zinsen, um den kriselnden Long Term Capital Management Hedgefonds zu stützen - und ließen damit zugleich jene legendäre Technologieblase anschwellen, die 2000 platzte und die Börsen weltweit für lange Zeit belastete. In den drei Monaten nach der 1998er Zinssenkung aber stürmte der Nasdaq-Composite-Index  um 40 Prozent in die Höhe, eineinhalb Jahre danach hatte er sich verdoppelt. Ein fantastisches Zwischengeschäft also.

Die fatale Zinsmethode

Auch heute wird die Rallye an der Wall Street vor allem von Technologiewerten angeführt. Tech-Schwergewichte wie Google , Apple oder Research in Motion (RIM)  melden glänzende Zahlen und klettern scheinbar unaufhaltsam in neue Höhen: Google verdiente im abgelaufenen Quartal mehr als eine Milliarde Dollar, Apple blieb mit einer Gewinnsteigerung von 67 Prozent auf 904 Millionen Dollar nur knapp dahinter, und RIM steigerte seinen Gewinn um satte 73 Prozent. Wer spricht da noch von Krise?

Börsenprofis rechnen damit, dass es jetzt wieder eine blendende Gelegenheit gibt. Wird das jetzt eine neue Zins-Zwischenhausse - bis der oft befürchtete Einbruch dann doch kommt? Die Analysten der Banken jedenfalls hat das Kribbeln bereits gepackt. Nicht einmal einen Monat nach der jüngsten Zinssenkung der Fed steht der Nasdaq-Composite-Index wieder zehn Prozent höher - und mit 2205 Punkten zugleich so hoch wie seit Ende der Technologiekrise nicht mehr.”Diese Situation gibt es offenbar einmal in zehn Jahren. Erst zieht die amerikanische Notenbank die Zügel an, dann gibt es irgendeine Krise und die Zentralbanker reagierten kräftig andersherum. Und sobald sie das machen, werden sie zum Steigbügelhalter für eine andere, nicht krisengeschüttelte Branche”, sagt Nick Raich von der National City Bank in Cleveland. So gesehen ist die Gelassenheit der Börse trotz aller Warnsignale wie Kreditkrise, nachlassendem Wirtschaftswachstum speziell in Amerika und steigender Inflation gut zu verstehen.

Doch muss der Zusammenbruch wirklich so unweigerlich kommen, wie ihn die Kritiker der US-Zinspolitik jetzt voraussagen? Andere Experten halten es durchaus für möglich, dass der fatale Kreislauf in diesem Jahr durchbrochen wird - und die 2007er Party besser ausgeht als der Rausch 1987 und zur Jahrtausendwende.

Gewinnwachstum von 17 Prozent

Denn anders als etwa während der damaligen Technologiekrise verdienen die Unternehmen gutes Geld. Mehr noch: Die Firmengewinne hierzulande waren nicht nur in den vergangenen Monaten hoch, sie scheinen zuletzt noch weiter gestiegen zu sein.

In Deutschland haben die Unternehmen in den vergangenen Wochen offenbar nochmals deutlich höhere Gewinnsteuern an den Fiskus abgeliefert - mehr, als erwartet worden war, verlautet aus Kreisen der Steuerschätzer. Der Arbeitskreis Steuerschätzung wird seine offizielle nächste Prognose am 7. November bekannt geben.

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwarten denn auch für das laufende Jahr durchschnittlich fast 17 Prozent höhere Unternehmensgewinne als im Vorjahr - und in den Jahren 2008 und 2009 sollen sie nochmals um 6,9 sowie 8,6 Prozent zulegen. “Selbst unter Fortschreibung des aktuellen Bewertungsniveaus ergäbe sich aus den für 2008 von uns prognostizierten Gewinnzuwächsen der Unternehmen ein Potential für den Dax von 8500 Punkten”, sagen die LBBW-Experten. Das wäre weit mehr als der bisherige Dax-Rekordstand von 8151 Zählern.

Ob die Gewinnentwicklung der Firmen etwa in der Bundesrepublik tatsächlich so gut verläuft, werden die Anleger in den beiden kommenden Wochen selbst überprüfen können. Dann öffnen die meisten Dax-Unternehmen ihre Bücher und berichten, wie es ihnen tatsächlich im dritten Quartal ergangen ist. In der neuen Woche werden Metro , BASF , Deutsche Börse , Deutsche Bank , MAN  und Fresenius Medical Care  dazu gehören.

Dann wird sich zeigen, ob die Börse wirklich Grund hatte, trotz der Kreditkrise der Banken so gelassen zu bleiben - und auf eine der berüchtigten Zins-Haussen zu spekulieren.

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Artikel auf: spiegel.de

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Märkte fürchten neue Schockwelle

Oktober 26th, 2007 von admin

Bank of England warnt vor Einbruch an den Börsen

Die große Kreditkrise geht in die zweite Runde. In einem überraschend pessimistischen Bericht zur Stabilität der Kapitalmärkte warnt die britische Zentralbank vor der Gefahr einer weiteren Schockwelle. Das Institut sieht das Finanzsystem mit der „größten Herausforderung seit mehreren Jahrzehnten“ konfrontiert.

LONDON. Die Kreditkrise, deren Epizentrum am Markt für zweitklassige Immobilienfinanzierungen in den USA liegt, sei noch lange nicht ausgestanden, betonen die Notenbanker. Das internationale Finanzsystem sei nach den Schocks der vergangenen Monate deutlich anfälliger. Zu den bereits bekannten Risiken seien neue hinzugekommen. Zusätzliche Gefahr drohe vor allem von einem Einbruch an den Aktienbörsen, einem weiteren Absturz des Dollars und einer Krise des britischen Immobilienmarktes.Nach den massiven Verwerfungen des Sommers an den internationalen Kapitalmärkten infolge der sogenannten Subprime-Krise hatten einige Banken bereits wieder Entwarnung gegeben und eine rasche Normalisierung der Finanzierungsbedingungen an den Kreditmärkten prognostiziert. Doch zuletzt häuften sich die Hiobsbotschaften.

Am Donnerstag kündigte die Bank of America (BoA) den Abbau von 3 000 Stellen an, die meisten davon im stark angeschlagenen Investment-Banking. Zudem wurde Eugene Taylor als Chef der Sparte in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Die BoA hatte im dritten Quartal aufgrund der Marktturbulenzen Handelsverluste von knapp 1,5 Mrd. Dollar eingefahren. Konzernchef Kenneth Lewis will das Investment-Banking jetzt auf den Prüfstand stellen. Bei Merrill Lynch steht Konzernchef Stanley O’Neal nach den Rekordabschreibungen von 7,9 Mrd. Dollar auf strukturierte Finanzprodukte im Kreuzfeuer der Kritik. Zwar hat der Verwaltungsrat dem 56-Jährigen vorerst das Vertrauen ausgesprochen. Beobachter rechnen jedoch mit Veränderungen im Topmanagement.

Michel Péretié, Europachef der US-Investmentbank Bear Stearns, beziffert den Schaden, der den Banken aus der Subprime-Krise droht, auf 100 bis 150 Mrd. Dollar. Die britischen Kreditinstitute müssten nach Schätzungen der Bank of England im schlimmsten Fall zusätzlich unerwünschte Kredite im Wert von 150 Mrd. Pfund in ihre Bücher nehmen, wenn sie für all ihre Liquiditäts- und Finanzierungszusagen geradestehen müssten und die Darlehen nicht an andere Investoren weiterverkaufen könnten.Für zumindest etwas Beruhigung sorgte die Ratingagentur Moody’s, die in einem „Stresstest“ die Eigenkapitalquote der Banken geprüft hatte und zu dem Ergebnis kam, dass die große Mehrheit der Institute gut auf die zusätzlichen Belastungen vorbereitet ist.

Auch die zuvor boomende Private-Equity-Branche gerät zusehends tiefer in den Sog der Krise. Die Beteiligungsgesellschaften kauften im dritten Quartal in Europa nur noch Firmen im Wert von 42 Mrd. Euro, das ist ein Drittel weniger als noch im Vorquartal. Vor allem die großen Milliardendeals trockneten aus, weil die Banken nicht mehr bereit sind, sie zu finanzieren.

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kompletter Artikel auf: handelsblatt.com

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Merrill Lynch im Subprime Strudel, Asien bricht ein

Oktober 24th, 2007 von admin

24.10.2007 - EMFIS.COM - (www.emfis.com)
Eine Mitteilung der New York Times, wonach Merrill Lynch nach seinen bereits 5 Mrd. US Dollar Abschreibungen noch nicht am Ende ist, schlug während des Asien - Handels wie eine Bombe ein. Die Zeitung berichtet, dass das US Investmenthaus im Zuge der Subprimekrise weitere 2,5 Mrd. US Dollar abschreiben wird.

Das brachte an den asiatischen Börsen vor allem Banken unter massiven Druck. Die Stimmung verschlechterte sich zusehends und bis auf Hongkong, welche noch Mittagspause haben, und China drehte sämtliche Märkte in den negativen Bereich. Der MSCI Asien Pazifik war mit einem Plus von 1,5 Prozent gestartet und ist inzwischen ebenfalls im roten Bereich gelandet.

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Artikel auf: 4investors.de

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Der totalle Bankrott der Finanzpolitik

Oktober 21st, 2007 von admin

Der Versuch die Banken zu retten zeigt den totalen Bankrott der Finanzpolitik.

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Lesen Sie diesen äußerst spannenden Artikel auf: alles schall und rauch

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Dollarschwäche hält Öl, Gold und Euro auf Rekordkurs

Oktober 19th, 2007 von admin

Frankfurt/New York. (reuters/hdt) Angesichts schwacher Wirtschaftsdaten aus den USA hat der Euro am Freitag einen neuen Höchststand erreicht. Er notierte im frühen Handel bei 1,4320 Dollar und übertraf damit die tags zuvor aufgestellte Rekordmarke. Später sackte die Notierung auf 1,4280 Dollar ab.

“Die große Story ist die Dollarschwäche”, sagte Devisen-Strategin Laura Ambroseno von Morgan Stanley. “Die Verlangsamung des Wachstums breitet sich aus.” Damit sei die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die US-Notenbank bei ihrer Sitzung am 31. Oktober gestiegen, was die Attraktivität von Anlagen in Dollar senken würde. Das Marktumfeld sei nervös, sagten Börsianer.

Der US-Ölpreis erreichte am Freitag eine neue Höchstmarke von 90,07 Dollar pro Fass. Das als sichere Anlage geltende Gold kletterte auf den höchsten Stand seit Januar 1980.

Experten gehen davon aus, dass es der US-Währung Auftrieb geben würde, wenn die Schwäche von Dollar und Yen bei dem am Freitag begonnenen Gipfel der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen thematisiert würde, befürchten aber, dass die G-7 keine Entscheidungen zur Stärkung des Dollar treffen werden.

Bald 100 Dollar für Öl?

Öl hat am Freitag erstmals mehr als 90 Dollar gekostet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl kletterte bis auf 90,07 Dollar und erreichte damit den sechsten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Wegen der unsicheren Lage im erdölreichen Nahen Osten, knappen Vorräten und massiven Spekulationen von Investoren, die sich mit steigenden Ölpreisen gegen den fallenden Dollar absichern wollen, halten Experten nun einen Anstieg auf 100 Dollar nicht mehr für ausgeschlossen.

Obwohl der starke Euro einen Teil des Ölpreisanstiegs abfedert, ließ die jüngste Ölpreis-Explosion auch die heimischen Treibstoffpreise klettern. Vor allem der Dieselpreis näherte sich am Freitag mit im Schnitt 1,086 Euro je Liter bereits dem bisherigen Rekord von 1,099 Euro vom 28. September 2007.

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Quelle: wienerzeitung.at

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Der nächste Crash kommt von der Insel

Oktober 18th, 2007 von admin

 Von Michael Maisch

Die Briten und andere Europäer müssen sich auf eine Immobilienkrise nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten gefasst machen. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte auf einigen Märkten des Kontinents ein ähnlicher Einbruch drohen, wie er derzeit die US-Wirtschaft erschüttert.

HB FRANKFURT. In seinem halbjährlichen „World Economic Outlook“ warnt der IWF, dass der Immobilienmarkt in Großbritannien noch stärker überbewertet sei als in den USA, bevor dort die Preise abzusacken begannen. Der rapide Preisverfall am US-Immobilienmarkt war der unmittelbare Auslöser der so genannten Subprime-Krise. Beflügelt durch den jahrelangen Aufschwung vergaben US-Banken immer leichtfertiger Darlehen auch an Klienten mit zweifelhafter Kreditwürdigkeit. Als die Immobilenpreise zu fallen begannen und immer mehr der Subprime-Kunden ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten, rutschten eine Reihe von US-Hypothekenbanken in eine bedrohliche Schieflage oder sogar in die Pleite.

Inzwischen hat die Subprime-Krise zahlreiche weitere Märkte rund um den Globus angesteckt und zu einer Vertrauenskrise im Finanzsystem geführt. In den USA ist die Immobilienkrise längst zu einer Belastung für die Konjunktur geworden, die am Ende nach Einschätzung einiger Volkswirte sogar eine Rezession auslösen könnte.

„Die Hauspreise in einer Reihe schnell wachsender Länder außerhalb der USA ziehen rasant an, am stärksten in Irland, Spanien und dem Vereinigten Königreich“, schreiben die IWF-Volkswirte in ihrem Bericht. Der Anstieg übertreffe gemessen am Bruttoinlandsprodukt sogar die Entwicklung während des Booms am US-Markt. Die Datenlage sei noch unsicher, aber die Schätzungen sprächen dafür, dass eine ganze Reihe von Ländern anfällig für eine Korrektur seien. Eine Abkühlung wäre nach Meinung des IWF zwar durchaus wünschenswert, allerdings bestehe die akute Gefahr, dass sie zu schnell und zu drastisch ausfalle.

In Großbritannien sind die Hauspreise ähnlich wie in den USA seit mehr als einem Jahrzehnt kräftig gestiegen und die Konditionen für Hypothekenkredite laxer geworden. Schon jetzt geraten immer mehr Hausbesitzer mit der Rückzahlung ihrer Darlehen in Verzug. Verschärft wird die Lage durch eine Reihe von Zinserhöhungen durch die Bank of England.

Großbritannien ist besonders anfällig für eine Korrektur, weil die britischen Verbraucher so hoch verschuldet sind, wie kein anderes Volk in Europa. 2006 überstieg die private Schuldenlast nach Angaben der Bank von England mit umgerechnet 1,35 Bill. Pfund erstmals das Bruttoinlandsprodukt. Im ersten Halbjahr 2007 kletterte die Zahl der Zwangsversteigerungen von privaten Immobilien auf der Insel auf 14 000, fast ein Drittel mehr als im Vorjahr. Auch in den USA hatte die aktuelle Hypothekenkrise mit einem Anstieg der Zwangsversteigerungsverfahren begonnen.

Zahlreiche Volkswirte haben angesichts der Kreditkrise an den Kapitalmärkten und der drohenden Korrektur am Immobilienmarkt ihre Wachstumsprognosen für die britische Wirtschaft für das kommende Jahr bereits in Richtung von 2,0 bis 2,4 Prozent gesenkt. Auch der IWF korrigierte seine Vorhersage um 0,4 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent.

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Artikel auf: handelsblatt.com

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“Von der Krise in die Katastrophe”

Oktober 18th, 2007 von admin

Unter dieser Überschrift warnt ein Kommentar in der Financial Times Deutschland (FTD) heute vor jenem neuen “Superfonds,” mit dem einige amerikanische Großbanken  den Eindruck erwecken wollen, das marode Welfinanzsystem sei noch mit Tricks zu retten. “Mit ihrem Rettungsfonds werden die US-Großbanken die Verwerfungen an den Finanzmärkten nur verschlimmern,” stellt die FTD weiter fest, schließlich funktioniere dieser Fond “genau wie die Zweckgesellschaften, die durch ihn gerettet werden sollen.”

Alles basiere auf dem Trick, “daß die großen US-Banken selbst für die kurzfristigen Anleihen geradestehen, wobei man sich allerdings die Frage stellen sollte, was eine Garantie zum Beispiel einer Citibank noch wert ist,” heißt es in dem Kommentar. “Das Ganze erinnert an ein Pyramidenspiel.”

“Je länger man die unausweichliche Finanzkrise mit fragwürdigen Methoden wie dem US-Rettungsfonds hinauszögert, desto schlimmer werden die langfristigen Folgen. Die USA sind mit größter Freude dabei, aus einer Bubble eine Super-Bubble zu bilden, also aus einer Krise eine Katastrophe. Wir Europäer sollten da besser nicht mitmachen.” Alternativen zu diesem Wahnsinn, der ja darin bestünde, an der Seite der Londoner Finanziers dem Kollaps der USA zuzuschauen, bietet die FTD allerdings nicht an.   

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Quelle: bueso.de

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Chinas Boom wird langsam gefährlich

Oktober 16th, 2007 von admin

Chinas Wirtschaft boomt und langsam wird dieser Boom gefährlich. Die Angst vor einer Blase, die bald platzt, wächst. Ein Blick auf zwei Börsenbarometer zeigt, was gemeint ist. Innerhalb von nur zwei Monaten hat der Hang-Seng-Index in Hongkong fast 50 Prozent zugelegt. Der kombinierte Index der Börsen in Shanghai und Shenzen, der CSI 300, hat sich seit Jahresanfang sogar fast verdreifacht. Solche Gewaltrallys bergen Rückschlagsrisiken - nicht nur für Aktionäre in China, sondern auch für die Kapitalmärkte außerhalb der Landesgrenzen.

 

Auf dem Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas in Beijing wurde Klartext geredet. Tu Guangshao, Vize-Vorsitzender der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde, erklärte, die Kapitalmärkte des Landes würden noch „große Risiken“ bergen. Die Wertpapieraufsicht müsse Investoren schützen und Marktrisiken abwenden, sagte er, ohne nähere Angaben zu möglichen Maßnahmen zu machen. Was das für Anleger bedeutet, ist aber schon heute klar: In jedem Fall steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Staat erneut Maßnahmen ergreift, um den rasanten Anstieg bei den Aktienkursen zu bremsen.

Denn nach der annähernden Verdreifachung des CSI 300 in diesem Jahr befürchtet die chinesische Regierung eine Aktienblase. Um Aktieninvestments zu bremsen, hat das Land im Mai bereits die Stempelsteuer auf Aktiengeschäfte verdreifacht. Das bescherte dem CSI 300 den höchsten Tagesverlust seit drei Monaten.

 

China will den Aktienmarkt abkühlen

 

„Nach dem Parteitag wird China die makroökonomischen Maßnahmen weiter verschärfen und mehr Kapitalabflüsse ins Ausland gestatten, um den Aktienmarkt abzukühlen“, erwartet Tony Zheng, Fondsmanager bei Bank of Communications Schroders Fund Management Co. in Schanghai. „Das wird sich ab dem vierten Quartal bei den Unternehmensergebnissen und -bewertungen niederschlagen.“

Denn nach der annähernden Verdreifachung des CSI 300 in diesem Jahr befürchtet die chinesische Regierung eine Aktienblase. Um Aktieninvestments zu bremsen, hat das Land im Mai bereits die Stempelsteuer auf Aktiengeschäfte verdreifacht. Das bescherte dem CSI 300 den höchsten Tagesverlust seit drei Monaten.

 

China will den Aktienmarkt abkühlen

 

„Nach dem Parteitag wird China die makroökonomischen Maßnahmen weiter verschärfen und mehr Kapitalabflüsse ins Ausland gestatten, um den Aktienmarkt abzukühlen“, erwartet Tony Zheng, Fondsmanager bei Bank of Communications Schroders Fund Management Co. in Schanghai. „Das wird sich ab dem vierten Quartal bei den Unternehmensergebnissen und -bewertungen niederschlagen.“

Wie sich die Entwicklung in China global auswirkt, zeigt heute schon das Beispiel Australien. Der bislang stabile Kursaufschwung australischer Minen- und Rohstoffaktien ist nach Ansicht von Goldman Sachs JBwere Pty gefährdet. Zunehmend sei eine Blasenbildung bei den Titeln festzustellen, die einseitig vom wirtschaftlichen Boom in China abhängen, berichtet der australische Goldman-Analyst Chris Pidcock.

 

Steigende Inflation in China könnte zu einem sinkenden Bedarf an Metallen führen, warnt der Analyst. Bereits im August habe die Inflationsrate 6,5 Prozent überschritten, was einem Zehn-Jahres-Hoch entsprach. Selbst die im kommenden Monat bevorstehenden Lieferverhandlungen zwischen der chinesischen Stahlindustrie und wichtigen Welt-Produzenten könnten das Risiko grundsätzlich nicht ausgleichen, sagt Pidcock.

ntsprechend rät auch Goldman Sachs inzwischen zu einer „neutralen“ Gewichtung der Bergbau-Aktien im Portfolio. Damit schließen sich die Analysten beim Anlageurteil nun ihren Kollegen von der UBS und der Citigroup an. Die Investoren seien bei den Minenwerten inzwischen „bedingungslos bullish“ angesichts der hohen Nachfrage aus China, sagt Pidcock.

 

Während sich die Portfolio-Strategen weiterhin auf den Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage konzentrieren, sei der Markt aber inzwischen nahezu ausschließlich Momentum-getrieben, hieß es in der Goldman-Analyse. Es bleibe die zentrale Frage, wie weit dieser Kursanstieg noch gehen kann.

 

Boom im Bergbau - wie lange noch?

So ist der S&P/ASX 200 Materials Index, ein wichtiger Vergleichsmaßstab der Bergbaubranche in Australien, besetzt mit den 42 wichtigsten Minenunternehmen, unter anderem dem Marktführer BHP Billiton, im laufenden Jahr bereits 49 Prozent vorgerückt. Der breit aufgestellte Standardwerteindex S&P/ASX 200 hat zugleich 18 Prozent zugelegt und damit sämtliche asiatischen Märkte hinter sich gelassen - außer dem chinesischen CSI 300, dem Hang Seng China Enterprise und dem Dhaka Stock Exchange Index aus Bangladesch

 

Auch die Bewertungen haben mittlerweile ein erhöhtes Niveau erreicht. So werden australische Bergbauaktien im Durchschnitt zum 19-fachen der Gewinne gehandelt, während australische Standardwerte nur einen Wert von 16 erreichen, wie aus Daten von Bloomberg hervor geht.
So werden Aktien von BHP Billiton im September auf dem 18-fachen der Gewinne gehandelt, was dem höchsten Kurs-Gewinn-Verhältnis seit Mai 2006 entspricht. Bei Rio Tinto betrug der Wert 18, was dem höchsten Stand seit Mai 2004 entsprach.

 

Die Kursgewinne australischer Minenwerte sind dabei der Entwicklung der Metallpreise bereits voraus gelaufen. So sind die Preise für Kupfer seit Jahresbeginn rund 29 Prozent gestiegen. Der Zinnpreis ist 44 Prozent vorgerückt, während Zink 26 Prozent nachgegeben hat und Nickel seit Jahresbeginn 2,7 Prozent billiger wurde. „Als Sektor sind die Minenwerte deutlich vorgelaufen. Gerade, weil die Metallpreise nicht im gleichen Umfang gestiegen sind“, sagt Vermögensverwalter Jason Teh von Investors Mutual in Sydney. Sein Haus sei grundsätzlich vorsichtig, wenn sich ein Markt auf einem Allzeithoch befinde.

Text: @tih mit Material von Bloomberg

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Quelle: faz.net

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Greenspans Liebling

Oktober 16th, 2007 von admin

Das wirtschaftliche Umfeld spricht für Gold: Die Europäische Zentralbank EZB musste milliardenschwere Liquiditätsspritzen leisten, um das Finanzsystem nach der US-Hypothekenkrise in Schwung zu halten. Warum Gold für Anleger immer wichtiger wird.

Das Misstrauen sitzt tief. Da mag der Goldpreis steigen und steigen, von knapp 300 Dollar Anfang 2002 auf inzwischen 740 Dollar – doch viele Profi-Investoren bleiben skeptisch. So wie Elisabeth Weisenhorn, früher Star-Fondsmanagerin der Deutsche-Bank-Tochter DWS und heute selbstständig: „Gold ist keine ernst zu nehmende Anlageklasse. Wofür braucht man das als Anleger?“

Darauf gibt es eine Menge Antworten. Die gängigste: Wer in Gold investiert, will sich vor Inflation schützen. Das hat zuletzt prächtig funktioniert. Seit 2005 steigt der Goldpreis, gerechnet in allen wichtigen Papierwährungen. Gold hat sich als stärkste Währung der Welt etabliert und gehört schon deshalb „nicht nur an den Hals schöner Frauen“, wie es Michael Schramm, Teilhaber der Privatbank Hauck & Aufhäuser, formuliert. Für den Kauf von Barren, Münzen oder speziellen Indexfonds (ETFs) ist es nicht zu spät. Die Aktien ausgewählter Goldförderer bieten zudem risikobereiten Anlegern jetzt interessante Chancen.

Das wirtschaftliche Umfeld spricht für Gold: Die Europäische Zentralbank EZB musste milliardenschwere Liquiditätsspritzen leisten, um das Finanzsystem nach der US-Hypothekenkrise in Schwung zu halten. Die amerikanische Zentralbank Fed wiederum senkte die Zinsen, die EZB sagte daraufhin weitere Zinserhöhungen ab und steuert in die Gegenrichtung: „Der nächste Zinsschritt wird nach unten weisen“, ist sich Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sicher. Das alles, um die Kreditklemme zu lösen und die Wirtschaft vor einer Rezession und die Börsen vor einem Absturz zu schützen. Doch damit ebnen sie den Weg für die Rückkehr der globalen Inflation (WirtschaftsWoche 41/2007). Die Analysten der Citigroup prognostizieren einen neuen Zyklus globalen Kreditwachstums mit der Folge, dass die wichtigen Währungen allesamt in einen Abwertungswettlauf geraten könnten.

Anders als Papierwährungen ist Gold nicht beliebig vermehrbar. Das Edelmetall bietet Anlegern seit Jahrhunderten Schutz vor Kaufkraftverlusten in ihrer Heimatwährung. Steigt die Inflation schneller als die Zinsen, zehrt das am Vermögen. In solchen Phasen fällt der Hauptnachteil von Gold nicht so sehr ins Gewicht: dass es keine Zinsen bringt und keine Dividenden abwirft, die Rendite also allein aus dem Preisverlauf kommen muss.

Und der erhält derzeit jede Menge Unterstützung. Während die Minenproduktion seit Jahren stagniert, steigt die Nachfrage. Der Ausbruch der Kreditkrise löste vorübergehend einen Run in den sicheren Hafen Gold aus. Edelmetallhändler wie Pro Aurum in München oder Westgold aus Lindhorst in Niedersachsen wurden mit Kaufaufträgen für Barren und gängige Anlagemünzen wie den Krügerrand überschüttet. Das Volumen der mit Gold unterlegten börsennotierten Indexfonds (ETF) stieg von Ende Juni bis Mitte September um 17 Prozent auf 747 Tonnen. Ohne die Goldverkäufe europäischer Notenbanken von maximal 500 Tonnen pro Jahr würde die Unze Gold wohl längst mehr als 1000 Dollar kosten. Aktuell liegt sie noch gut 15 Prozent unter ihrem Höchststand von 1980 bei 871 Dollar. Jetzt könnte der Preis den Anlauf dahin versuchen; Gold als Geldanlage werde gerade erst von vielen entdeckt, sagt Gerald Cesar, Chef der Stuttgarter Vermögensberatung Cesar & Partner.

Gold geht nie pleite, dafür immer mehr US-Hausbesitzer. In der Erwartung auf ständig steigende Preise ihrer Immobilien haben sie diese immer höher beliehen und das Geld ausgegeben. Anfang 2006 stiegen die US-Hauspreise im Jahresvergleich noch um 15 Prozent. Doch binnen zwölf Monaten drehten die Preise; im August kostete ein neues Eigenheim im Schnitt 7,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Experten halten einen weiteren Rückgang um 20 bis 50 Prozent für möglich. Schon jetzt stecken Millionen US-Hausbesitzer in der Schuldenfalle und müssen sparen. Folge: Der Konsum, an dem gut zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung hängt, droht einzubrechen. Das bekäme auch der Rest der Welt zu spüren. Ein Fünftel der globalen Importe gehen in die USA.

Banken, die Immobilienkredite zu lax vergaben, die Forderungen bündelten und weiterreichten, holten sich die Risiken am Ende wieder ins eigene Haus, weil sie außerhalb ihrer Bilanz selbst in die komplizierten Konstrukte investierten oder anderen Investoren die Kreditkäufe finanzierten. Jetzt sitzen viele Institute in der Liquiditätsfalle und drehen den Kredithahn zu. Doch nur Kreditwachstum kurbelt Konsum und Investitionen an, sorgt für Arbeitsplätze und steigende Börsenkurse. Kreditexzesse führen allerdings dazu, dass Kapital auch dort investiert wird, wo es ökonomisch nicht nötig ist – so entstehen Anlageblasen wie bei Technologieaktien zur Jahrtausendwende und danach bei US-Immobilien. In den USA stieg der Anteil der Gesamtverschuldung am Bruttoinlandsprodukt von 150 Prozent 1969 über 240 Prozent 1990 auf aktuell 340 Prozent. Das jährliche US-Leitungsbilanzdefizit kletterte auf 840 Milliarden Dollar. Solange Kredite leicht und billig zu haben sind und das Ausland Dollar kauft, läuft das System wie geschmiert. Anlageblasen vergrößern sich, neue entstehen – zugleich schwindet das Risikobewusstsein der Investoren. Ernst wird es erst, wenn die Schulden nicht mehr bedient werden können. So wie jetzt bei vielen US-Eigenheimbesitzern. Dann drohen Werteverfall und Rezession.

Wie man das verhindert? Das erklärte US-Notenbankchef Ben Bernanke im November 2002 nach dem Platzen der Aktienblase. Bernanke skizzierte das „beträchtliche Arsenal an Instrumenten“, über das eine Zentralbank verfügt, um Produktion und Nachfrage zu erhöhen. Seine Rede liest sich wie ein Leitfaden zur Goldanlage: „Wie Gold haben US-Dollar nur in dem Maße einen Wert, wie sie in ihrem Angebot strikt limitiert sind. Aber die US-Regierung hat die Druckerpresse, die es ihr ermöglicht, so viele US-Dollar zu produzieren, wie sie wünscht, praktisch zu Nullkosten.“ Weitere Kostprobe: „In einem Papiergeldsystem ohne Edelmetalldeckung kann eine Regierung jederzeit die Ausgaben erhöhen und somit eine positive Inflation schaffen.“

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Quelle:  wiwo.de

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