Reich werden beim Crash

Juli 1st, 2009 von admin

Können Sie noch ruhig schlafen?

Haben Sie bereits unter der Finanzkrise gelitten?

Glauben Sie, dass Ihr Vermögen sicher ist?

Oder Glauben Sie gar, dass die Krise überstanden ist?

Wir befinden uns inmitten einer enormen Weltwirtschaftskrise, welche noch nicht überstanden ist.
Politiker und Bank-Vorstände versuchen, das Desaster, den Crash, zu verhindern.
Hierdurch ergeben sich exzellente Chancen Ihr Vermögen abzusichern und enorm zu vermehren.

Diese Krise kann Ihre Chance sein, so reich zu werden, wie Sie es niemals zuvor erträumt hätten.
Alles was Sie hierzu benötigen, ist ein Leitfaden, welcher Ihnen genau sagt, was Sie mit Ihren Vermögenswerten jetzt tun sollten.

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Märkte fürchten neue Schockwelle

Oktober 26th, 2007 von admin

Bank of England warnt vor Einbruch an den Börsen

Die große Kreditkrise geht in die zweite Runde. In einem überraschend pessimistischen Bericht zur Stabilität der Kapitalmärkte warnt die britische Zentralbank vor der Gefahr einer weiteren Schockwelle. Das Institut sieht das Finanzsystem mit der „größten Herausforderung seit mehreren Jahrzehnten“ konfrontiert.

LONDON. Die Kreditkrise, deren Epizentrum am Markt für zweitklassige Immobilienfinanzierungen in den USA liegt, sei noch lange nicht ausgestanden, betonen die Notenbanker. Das internationale Finanzsystem sei nach den Schocks der vergangenen Monate deutlich anfälliger. Zu den bereits bekannten Risiken seien neue hinzugekommen. Zusätzliche Gefahr drohe vor allem von einem Einbruch an den Aktienbörsen, einem weiteren Absturz des Dollars und einer Krise des britischen Immobilienmarktes.Nach den massiven Verwerfungen des Sommers an den internationalen Kapitalmärkten infolge der sogenannten Subprime-Krise hatten einige Banken bereits wieder Entwarnung gegeben und eine rasche Normalisierung der Finanzierungsbedingungen an den Kreditmärkten prognostiziert. Doch zuletzt häuften sich die Hiobsbotschaften.

Am Donnerstag kündigte die Bank of America (BoA) den Abbau von 3 000 Stellen an, die meisten davon im stark angeschlagenen Investment-Banking. Zudem wurde Eugene Taylor als Chef der Sparte in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Die BoA hatte im dritten Quartal aufgrund der Marktturbulenzen Handelsverluste von knapp 1,5 Mrd. Dollar eingefahren. Konzernchef Kenneth Lewis will das Investment-Banking jetzt auf den Prüfstand stellen. Bei Merrill Lynch steht Konzernchef Stanley O’Neal nach den Rekordabschreibungen von 7,9 Mrd. Dollar auf strukturierte Finanzprodukte im Kreuzfeuer der Kritik. Zwar hat der Verwaltungsrat dem 56-Jährigen vorerst das Vertrauen ausgesprochen. Beobachter rechnen jedoch mit Veränderungen im Topmanagement.

Michel Péretié, Europachef der US-Investmentbank Bear Stearns, beziffert den Schaden, der den Banken aus der Subprime-Krise droht, auf 100 bis 150 Mrd. Dollar. Die britischen Kreditinstitute müssten nach Schätzungen der Bank of England im schlimmsten Fall zusätzlich unerwünschte Kredite im Wert von 150 Mrd. Pfund in ihre Bücher nehmen, wenn sie für all ihre Liquiditäts- und Finanzierungszusagen geradestehen müssten und die Darlehen nicht an andere Investoren weiterverkaufen könnten.Für zumindest etwas Beruhigung sorgte die Ratingagentur Moody’s, die in einem „Stresstest“ die Eigenkapitalquote der Banken geprüft hatte und zu dem Ergebnis kam, dass die große Mehrheit der Institute gut auf die zusätzlichen Belastungen vorbereitet ist.

Auch die zuvor boomende Private-Equity-Branche gerät zusehends tiefer in den Sog der Krise. Die Beteiligungsgesellschaften kauften im dritten Quartal in Europa nur noch Firmen im Wert von 42 Mrd. Euro, das ist ein Drittel weniger als noch im Vorquartal. Vor allem die großen Milliardendeals trockneten aus, weil die Banken nicht mehr bereit sind, sie zu finanzieren.

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Der Börsencrash von 1987 - und die Lehren für 2007

Oktober 15th, 2007 von admin

Während die großen Aktienindizes heute neue Höchststände erreichen, lohnt sich ein Blick zurück in deutlich düstere Zeiten, als Investoren auf grausame Weise klargemacht wurde, dass der Wert ihrer Investments von so etwas Unvorhersehbarem wie einem Stimmungsumschwung abhängen kann. Es passiert immer wieder, dass sich Angst durch einen Schneeballeffekt zu Panik entwickelt und die Finanzmärkte überrollt. Der Zusammenbruch der Aktienmärkte im Oktober 1987 ist hierfür ein Paradebeispiel .

 

An den fünf Handelstagen vom 13. Oktober bis zum 19. Oktober 1987 verlor der Dow Jones Industrial Average Index ein Drittel seines Wertes und ungefähr eine Billion Dollar an Marktwert wurde vernichtet. Die Verluste gipfelten in einem panikartigen Rückgang des Dow Jones um 22,6 Prozent am schwarzen Montag, dem 19. Oktober 1987. Der traumatische Rückgang löste Rezessionsängste aus und bereitete ein Stück Boden für eine weitere große Depression.

Ein Zusammenbruch von Aktienmärkten war auch 1987 keineswegs ein neues Ereignis, aber die vorherigen Finanzkrisen - etwa im Jahr 1929 - ließen sich oft auf die fundamentalen Probleme in der amerikanischen Wirtschaft zurückführen. Der Nervenzusammenbruch des Aktienmarktes von 1987 ist viel schwerer zu erklären. Besonders angesichts der nachfolgenden Ereignisse: Nach ein paar Monaten des relativen Stillstands waren die Märkte plötzlich wieder da. Der breit angelegte Index Standard & Poor´s 500 schloss 1987 mit einem moderaten Plus von 2,59 Prozent. Und in weniger als zwei Jahren waren die Kurse wieder zu ihren Höchstständen vor dem 87-er Crash zurückgekehrt.

 

Im nachhinein finden sich viele gute Crash-Gründe

 

Noch wichtiger für die Amerikaner allerdings war eine weiterhin schwungvolle amerikanische Wirtschaft. Die Firmengewinne waren kaum zusammengezuckt. Bis zum heutigen Tag kann keiner mit Sicherheit sagen, warum sich die Märkte den 19. Oktober für ihren Crash ausgesucht haben. Laut Paolo Pasquariello, Professor für Finanzen an der Ross School der Universität Michigan, hat der mysteriöse Zusammenbruch von 1987 die Akademiker dazu veranlasst, neue Ansätze zur Analyse von Finanzmarktkrisen zu entwickeln.

Anstatt sich nur auf die wirtschaftlichen Fundamentaldaten zu konzentrieren, achten sie jetzt stärker auf die “Mikrostruktur des Marktes“, das heißt auf die Art und Weise, wie die Marktteilnehmer beim Aktienhandel agieren und auf den Prozess, der im Markt bei der Kursbestimmung wirksam wird.

 

Es stimmt: Im nachhinein gibt es viele gute Gründe für den Crash von 1987. Die Aktienkurse waren 1987 fast das ganze Jahr über sprunghaft angestiegen und der Markt war bereits überbewertet. Der Anstieg der Aktienkurse war immerhin deutlich größer als der Zuwachs der Unternehmensgewinne. Neue Handelssysteme und noch unerprobte Investmentstrategien belasteten den Markt. Es gab Sorgen um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Spannungen am Persischen Golf.

 

Auf einmal machte es „klick“

 

Aus irgendeinem Grund kam es an der Wall Street zu einem plötzlichen Stimmungsumschwung und alle Aktionäre versuchten auf einmal, ihre Papiere zu verkaufen. “Es machte klick“, wie Chris Lamoureux, Professor für Finanzen an der Universität von Arizona sagt. “Es war, als würden die Zuschauer eines voll besetzten Theaters versuchen, durch einen einzigen Ausgang nach draußen zu gelangen“.

 

Eines ist völlig normal auf den Finanzmärkten: Für jede Aktientransaktion wird ein Käufer und ein Verkäufer benötigt. Sobald Nachrichten oder ein Stimmungsumschwung einen Mangel an Käufern oder Verkäufern auf dem Markt erzeugen, können die Aktienkurse steil ansteigen, oder auch abstürzen. Meistens ist das Gleichgewicht schnell wieder hergestellt. Niedrigere Preise ziehen neue Käufer an, die zum Beispiel auf eine gute Kaufgelegenheit warten.

 

Manchmal allerdings gerät die Situation außer Kontrolle, so, wie es 1987 und in vielen echten Krisen der Fall war. Was in diesen Momenten passiert, ist ein Mysterium, das am besten durch eine tief verwurzelte Dynamik der menschlichen Natur erklärt werden kann.

 

In der Krise verlieren wir unser Vertrauen

 

Normalerweise gehen die Investoren davon aus, dass sie die Welt verstehen, wie der Experte für Behavioural Finance, Hersh Shefrin, ein Professor an der Universität von Santa Clara, erklärt. In einer Krisensituation “geschieht etwas Unerwartetes und wir verlieren unser Vertrauen“, wie Shefrin sagt. “Panik ist letztlich der Verlust von Selbstkontrolle. Und dann übernimmt die Angst das Steuer.“

 

Doch warum handeln in einer solchen Situation nicht die intelligenten Investoren beim Anblick der anderen, panischen Verkäufer und kaufen die Aktien zu Schnäppchenkursen?

 

Zunächst einmal ist es inmitten einer Krise sehr schwer zu beurteilen, ob die Marktteilnehmer rational oder irrational handeln. In diesem Sommer verweigerten die Käufer den Eintritt in die Kreditmärkte, weil sie Angst vor riskanten Immobilienkrediten hatten. Es wird noch Monate dauern, wenn nicht Jahre, bis man das ganze Ausmaß der Verluste aus den Subprime Darlehen beziffern kann. Außerdem ist es für jeden einzelnen eine Herausforderung, einen kühlen Kopf zu bewahren. “Es ist schwer, die Gefühle unter Kontrolle zu behalten, wenn das eigene Geld auf dem Spiel steht“, so Shefrin.

 

Der Griff in das fallende Messer

 

Und auch wenn man glaubt, dass der in Panik geratene Markt eine gute Einstiegsgelegenheit bietet, möchte man doch warten, bis der Markt seinen Boden erreicht hat. Wenn ein Markt sich im freien Fall befindet, ist der Kauf von Aktien mit dem Griff in ein fallendes Messer zu vergleichen und beschert sofortige Kursverluste.

 

Aber nicht nur die Käufer halten sich in so einer Situation zurück. In einem fallenden Markt tauchen wie aus dem Nichts zahlreiche Verkäufer auf. Die Finanzierung von Aktien ist einer der Gründe dafür: Viele Investoren kaufen Aktien mit geliehenem Geld und können sich daher zu hohe Kursverluste nicht erlauben, ohne dass sie die eigene Insolvenz fürchten müssen.

 

Dies ist eine Erklärung für den vorübergehenden, drastischen Rückgang auf vielen Finanzmärkten im Sommer 2007. Die Verluste aus gehebelten Immobiliendarlehen veranlassten viele Hedge-Fonds dazu, alle verfügbaren Assets auf den Markt zu werfen, um Barmittel zu beschaffen.

 

Wie bändigt man eine panische Anlegerherde?

 

Häufig wird gesagt, dass die Lösung für einen in Panik geratenen Markt darin besteht, die Herde verängstigter Investoren zu bremsen, die allesamt in dieselbe Richtung laufen. Nach neuen, seit 1987 eingeführten Regeln auf dem Aktienmarkt wird nach Eintritt hoher Verluste der Aktienhandel ausgesetzt. Auf dem amerikanischen Aktienmarkt gibt es einen Handelsstop, sobald die Kursverluste an einem Handelstag zehn Prozent betragen. “Wenn man den Leuten ausreichend Zeit gibt, werden sie herausfinden, dass für den Kursrückgang keine fundamentalen Gründe bestehen“, so Pasquariello von der Universität Michigan.

 

Es gibt aber noch eine andere Art der Therapie für übermäßig emotional geprägte Märkte. Und die besteht in der Bereitstellung von Information. Im Jahr 1929 und während anderer, früherer Finanzkrisen, gab es keine Computersysteme, die verfügbaren Wirtschaftsdaten waren knapp und das Finanzreporting der Unternehmen war vielen Marktteilnehmern suspekt. “Das einzige, was die Leute in den 20-er Jahren wussten, ist, dass Panik herrscht und alle verkaufen“, so Reena Aggarwal von der Universität Georgetown. “Es stand deutlich weniger Information zur Verfügung.“ Investoren verfügten1987 und heute noch in viel größerem Ausmaß über Informationsquellen für verlässliche Markt- und Wirtschaftsdaten, um sich mutig gegen den Herdentrieb stellen zu können. Dies ist einer der Gründe, warum die Märkte die Krisenfolgen von 1987 so schnell abschütteln konnten, wie Aggarwal hinzufügt.

 

Tempo rausnehmen, mehr Informationen

 

Man kann das Tempo aus den Märkten nehmen, die Handelsregeln reformieren und noch mehr Informationen beschaffen, aber die Panik auf den Finanzmärkten wird nie ganz verschwinden. Es scheint zu unserer menschlichen Natur zu gehören, eine Situation plötzlich neu zu bewerten, in Panik zu verfallen und dann, zusammen mit allen anderen gleichzeitig, zu handeln.

 

Viele halten die Märkte für eine labile Balance zwischen Angst und Gier. Oder, in anderen Worten, zwischen irrationaler Übertreibung und ungerechtfertigtem Pessimismus. “ “Um die Balance aus dem Gleichgewicht zu bringen reicht es aus, wenn Marktteilnehmer massenhaft in eine Richtung drängen“, wie Shefrin sagt.

 

Was sollte also ein Einzelinvestor beim Eintritt einer Finanzkrise tun? Wenn Sie wirklich sicher sind, dass fundamentale Veränderungen eingetreten sind und die Wirtschaft auf eine Rezession oder sogar eine weitere Depression zusteuert, ist es wahrscheinlich in Ihrem Interesse, zu verkaufen. Aber die meisten Experten raten zum Abwarten, ohne etwas zu unternehmen. “Unter volatilen Marktbedingungen ist es sehr wahrscheinlich, dass andere Leute aus Ihrem Handeln einen Nutzen ziehen“, meint Lamoureux von der Universität Arizona. “Dies ist oft eine sehr gefährliche Zeit für den Aktienhandel“.

 

Eine gefährliche Zeit für den Aktienhandel

 

“Die Chance, dass Sie in dieser Situation das Richtige tun, ist sehr gering“, fügt Shefrin hinzu. Man solle nicht kurzfristig denken, rät er, und sich an die langfristigen Durchschnittsgewinne erinnern. Beispielsweise solle man daran denken, dass Aktienkurse in der Vergangenheit in zwei von drei Jahren angestiegen sind. Außerdem sei es nahezu unmöglich, eine Zukunftsprognose abzugeben.

 

Somit scheint eine weitere Panik an den Finanzmärkten unvermeidbar. Aber bitte entspannen Sie sich: es gibt wahrscheinlich ohnehin nichts, was Sie dagegen unternehmen könnten. Jede Ihrer Handlungen könnte Ihre Situation noch verschlechtern. Der beste Rat wäre vielleicht, ein paar Blumen an Ihren gestressten Börsenmakler zu senden, Ihre langfristige Investmentstrategie beizubehalten, sich zurückzulehnen und dem Markt bei seiner Achterbahnfahrt zuzusehen.

Text: Business Week Online
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Quelle: faz.net

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Wie man an der Börse gewinnt, wenn die Aktien abstürzen

Oktober 13th, 2007 von admin

Die Börse ist unberechenbar. Wem die Anlage in Aktien zu riskant ist, kann auf Zertifikate zurückgreifen. Das sind Wertpapiere, deren Kurse zum Beispiel an Aktien gebunden sind, aber etwaige Verluste abfedern. Da kann man sogar bei Kursverlusten Gewinne machen.
Von Steffen Preißler

Kommt es an der Börse zu einer Jahresendrallye? Oder sorgt die durch schlecht besicherte US-Hypothekendarlehen ausgelöste Finanzmarktkrise doch noch für eine heftige Korrektur nach unten? Oder bewegen sich die Kurse längere Zeit nur auf und ab, seitwärts, wie die Experten sagen? So viele Fragen, auf die es keine zuverlässige Antwort gibt. Wie unberechenbar Börse ist, haben die hohen Quartalsverluste großer Banken durch die Finanzmarktkrise gezeigt. Den Kursen tat das keinen Abbruch, aber das kann sich schnell wieder ändern.

Bei so viel Unsicherheit verabschieden sich die Anleger lieber ganz von der Börse. Knapp 16 Milliarden Euro haben Anleger bis Ende August aus Aktienfonds abgezogen, ermittelte der Branchenverband BVI. Trotz unsicherer Börsenlage können Anleger aber in einen Mix aus Renditechancen und Sicherheitsvorkehrungen investieren. Diese Möglichkeit bieten Zertifikate. Das sind derivative Wertpapiere, deren Kurse an Aktien, Börsenindizes, Währungen oder Rohstoffe gebunden sind. Je nach Ausgestaltung der Papiere lassen sich so die Kursbewegungen potenzieren oder abfedern. “Letzteres ist zunehmend von Anlegern gefragt, die sich am Aktienmarkt nicht mit ungebremstem Risiko engagieren wollen”, sagt Dieter Lendle, Geschäftsführer des Deutschen Derivate Instituts (DDI).

Je höher der Discount, desto höher der Sicherheitspuffer

In unsicheren Börsenzeiten besonders lohnend: der Einkauf mit Rabatt (Discount) an der Börse. Das ist mit Discountzertifikaten möglich. Sie eignen sich vor allem für stagnierende oder leicht fallende Märkte. Sinkt die Aktie oder der Index, muss der Käufer nicht sofort einen Verlust einstecken. Verluste entstehen erst, wenn der Discount aufgezehrt ist. Je höher der Discount, desto höher der Sicherheitspuffer. Aber daraus folgt auch: je höher der Discount, desto geringer der maximal mögliche Gewinn. Eine solche Konstruktion hat natürlich auch ihren Preis. Der Tribut für diese Sicherheit ist, dass der mögliche Gewinn gedeckelt ist. Wenn die Aktie, statt zu fallen oder zu stagnieren, steigt, ist der Anleger am Kursgewinn nur bis zu einer Obergrenze beteiligt. Dieser Höchstbetrag, auch Cap genannt, ist vorher verbindlich festgelegt.

Angenommen eine Aktie notiert an der Börse mit 100 Euro. Mit einem Discountzertifikat kann sie für 90 Euro erworben werden. Dafür ist der Gewinn bei 120 Euro gedeckelt. Der maximale Gewinn beträgt folglich 30 Euro, denn mehr als 120 Euro werden für das Papier nicht ausgezahlt. Rendite: 33 Prozent. Solange die Aktie also nicht über 133 Euro steigt, ist das Zertifikat vorteilhafter als ein Direktinvestment in die Aktie. Verluste ergeben sich erst, wenn die Aktie um mehr als zehn Prozent fällt. Die Volkswagen-Aktie (siehe Tabelle) kann um rund 16 Prozent fallen, bevor der Anleger Verluste erleidet. Erst wenn die Aktie über 178 Euro steigt, wäre ein Direktinvestment vorteilhafter gewesen.

Wenn der Discount hoch genug gewählt ist, lassen sich auch größere Kursrückschläge ohne Verluste überstehen. Bei mehr als 30 Prozent Rabatt sprechen die Experten von Deep-Discountzertifikaten. Mit solchen Papieren lässt sich auch ein Börsencrash überstehen. Ein Beispiel ist das Discountzertifikat der Deutschen Bank auf den DAX (siehe Tabelle). Das Börsenbarometer müsste auf 4745 Punkte einbrechen, bevor Verluste entstehen - und das innerhalb von knapp zwei Jahren. Das Niveau hatte der DAX zuletzt in der zweiten Hälfte des Jahres 2005. Wem das zu viel Sicherheit ist, der kann mit dem Papier der UBS-Bank auf den DAX (siehe Tabelle) etwas mehr Risiko wagen. Der Discount beträgt 15 Prozent, die maximale Rendite knapp 9 Prozent. Selbst wenn der DAX bis zum Fälligkeitstag auf 7000 Punkte fallen sollte, ergäben sich noch 3,5 Prozent Rendite…

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kompletter Artikel auf: abendblatt.de

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Aktiensparpläne auf Pump sind mit Vorsicht zu genießen

September 23rd, 2007 von admin

Die künftige Abgeltungssteuer wird der größte Feind der Aktiensparer werden. Vom 1. Januar 2009 an sollen sowohl Dividenden als auch Kursgewinne in voller Höhe der Abgeltungssteuer unterliegen. Das sieht auf den ersten Blick harmlos aus, doch bei genauem Hinsehen wird die Reform vor allem für die Sparer zu hohen Einbußen führen. Wer monatlich 500 Euro in Aktien investiert und auf einen Jahresertrag von 8 Prozent abzielt, fährt seit Jahr und Tag am besten mit Papieren, deren Kurs jährlich um 8 Prozent steigt. Bei diesen Papieren fallen keine Erträge an, die versteuert und wieder angelegt werden müssen, so dass sich auf einem Sparkonto, das 15 Jahre lang gefüttert wird, am Ende der Laufzeit etwa 169.000 Euro ansammeln können. Sie konnten in der Vergangenheit ohne Abzug eingestrichen werden.

 

Mit dieser Herrlichkeit wird es in wenigen Monaten vorbei sein. Die regelmäßigen Sparraten werden ab dem 1. Januar 2009 als Kauf „neuer“ Aktien eingestuft, so dass die Anteile der Abgeltungssteuer unterliegen. Wird zum Beispiel am 31. Dezember 2008 ein Sparvertrag abgeschlossen und bestehen die Gewinne der monatlichen Aktienkäufe in den folgenden 15 Jahren zu 100 Prozent aus Kursgewinnen, wird das Finanzamt das Depot in dieser Zeit zunächst nicht antasten.

 

Verzinsung wird Richtung glatter 6 Prozent rutschen

 

Bei der Auflösung des Sparkontos muss die Bank oder die Investmentgesellschaft jedoch ein Viertel des Gewinns - die Differenz zwischen Einzahlungen und Endguthaben - an die Staatskasse abführen. Das werden ohne Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag ungefähr 19.750 Euro sein, so dass das Endvermögen auf 149.000 Euro sinken wird. Das wird die Rendite von 8 auf 6,5 Prozent jährlich drücken.

 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Verzinsung sogar in Richtung glatter 6 Prozent rutschen. Denn die Gewinne der Aktienanlage bestehen nur selten zu 100 Prozent aus Kursgewinnen. In der Praxis sind die Erfolge eine Mischung aus Dividenden und Kursgewinnen. Je höher die Erträge sind, desto stärker greift aber in Zukunft die Besteuerung. Wenn die Bruttorendite von 8 Prozent „nur“ Dividenden enthält, ist die Kalkulation der Nettoverzinsung einfach: Man muss die 8 Prozent nur um ein Viertel kürzen, um auf die Rendite von 6 Prozent nach Steuern zu kommen. Das hat im vorliegenden Fall zur Folge, dass das Endguthaben des Sparplans auf 143.000 Euro sinkt.

 

Wichtige Frage: Was passiert am Ende der Sparzeit?

 

Von dieser Regelung sind nicht nur neue, sondern auch alte Aktiensparpläne betroffen. Hier wird es am 31. Dezember 2008 zum steuerlichen Schnitt kommen. Die sich abzeichnenden Einbußen treiben viele Privatleute um. Sie zerbrechen sich den Kopf darüber, wie sie der Abgeltungssteuer entkommen können, doch die Chancen sind gering. Die große Hoffnung, das Vermögen „steuerfrei“ im Ausland aufzubauen, dürfte ein Trugschluss sein.

 

Es ist zwar denkbar, die Sparraten jeden Monat ins Ausland zu überweisen, doch erstens müssen die Investoren damit rechnen, dass es auch dort Steuern gibt, und zweitens stellt sich die Frage, was am Ende der Sparzeit passieren wird. Beim Verbrauch des Geldes im Ausland müssen sich die Anleger darauf einstellen, dass sie Steuern hinterziehen, und wenn das Guthaben nach Deutschland zurückgeholt wird, wird sich das Finanzamt für die Herkunft des Kapitals interessieren, um die Differenz zwischen Einzahlungen und Rückflüssen besteuern zu können.

 

Nach dem 1. Januar 2009 Aktien auf Kredit kaufen

 

Eine interessante Möglichkeit, die Abgeltungssteuer zu umgehen, ist der Kauf von Aktien auf Kredit. Das Modell ist zwar mit erheblichen Problemen verbunden, doch die Konstruktion ist pfiffig. Ausgangspunkt sind Sparpläne mit Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren. Wenn über einen Zeitraum von 15 Jahren monatlich 500 Euro in Aktien angelegt werden und mit einem Ertrag von 8 Prozent gerechnet wird, wird unter dem Strich eine Rendite von 6 bis 6,5 Prozent nach Steuern herauskommen. Dahinter verbergen sich Endwerte zwischen 143.000 und 149.000 Euro.

 

Alternativ ist es denkbar, noch vor dem 1. Januar 2009 Aktien zu kaufen - und zwar auf Kredit. Dieser Kredit wird dann in den folgenden 15 Jahren mit der monatlichen Sparrate von 500 Euro verzinst und getilgt. Wie viel Kredit man aufnehmen kann, hängt von der Höhe des Sollzinses ab. Kredite mit Absicherung im Grundbuch und fünfzehnjähriger Zinsbindung kosten im Augenblick etwa 5 Prozent. Das liefe auf einen Kreditbetrag von 63.000 Euro hinaus - der dann in Aktien angelegt wird.

 

Entscheidender Punkt ist die Abgeltungssteuer

 

Bei einem Kredit, der mit Aktien besichert wird, muss sich der Anleger auf höhere Zinsen einstellen. Die Untergrenze wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bei 6 Prozent jährlich liegen, so dass ungefähr 59.000 Euro zur Auszahlung kommen können. Je höher der Betrag ist, desto günstiger ist das Modell für den Anleger, weil er dann mehr Geld in sein Aktiendepot investieren kann - welches dann in der Zukunft nach Möglichkeit nur steuerfreie Kursgewinne abwerfen sollte.

 

Die Strukturen des Aktiensparplans und des Aktiendepots auf Pump sind identisch. Der Anleger bezahlt 180 Monate jeweils 500 Euro. Am Ende der Veranstaltung hat er aber unterschiedliche Guthaben: Beim Sparplan werden es 169.000 Euro sein, wenn die Prognose von 8 Prozent pro Jahr stimmt, und bei der Einmalanlage 188.000 Euro. Der entscheidende Punkt ist die Abgeltungssteuer: Bei dem Sparplan holt sich das Finanzamt ein Viertel des Gewinns, so dass das Guthaben um 20.000 Euro schmilzt. Bei der Einmalanlage fällt aber keine Abgeltungssteuer an - sofern die Aktien bis zum 31. Dezember 2008 erworben werden und die Erträge in Zukunft ausschließlich Kursgewinne sind.

 

„Emotionale“ Aspekte und „rationales“ Problem

 

Das kann für den Anleger unter dem Strich zu Renditen von 6 bis 6,5 Prozent beziehungsweise 9,3 Prozent führen. Die Differenz von 42.000 Euro in 15 Jahren ist eine große Verlockung, so dass sich die Frage stellt, wo die Haken und Ösen des Aktiendepots auf Pump liegen. Hier gibt es drei Punkte, zwei „emotionale“ Aspekte und ein „rationales“ Problem. Die hohe Differenz von 42.000 Euro ist ein Wert in ferner Zukunft. Wenn dieser Betrag mit 8 Prozent in die Gegenwart geholt wird, schrumpft die Vergünstigung auf 13.000 Euro, so dass die Attraktivität schwindet.

 

Bei dem Sparplan investiert der Privatmann monatlich 500 Euro und hofft auf ein stattliches Endvermögen. Das gilt auch für das Depot auf Pump, doch hier hat der normale Anleger das Gefühl, die Raten in die Tilgung des Kredites zu stecken. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass die Aktien, wenn sie breit gestreut werden, in 15 Jahren nichts wert sein werden, doch das Gefühl, das Geld eigentlich nicht in Aktien, sondern in einen Kredit zu stecken, ist für viele Anleger eine psychologische Hürde.

 

Ein Bombengeschäft - unter Voraussetzungen

 

Das mit Abstand größte Problem des Zinsdifferenzgeschäftes liegt in der Notwendigkeit reiner Kursgewinne. Das Modell ist ein Bombengeschäft, wenn die Erträge zu 100 Prozent aus Kursgewinnen bestehen, doch es wird desto stärker zum Rohrkrepierer, je mehr die Erträge aus Dividenden bestehen.

 

Hier unterliegen die Ausschüttungen sofort der Abgeltungssteuer, so dass die Rendite auf den Kostensatz des Kredites fällt. Die Suche nach Aktien mit reinen Kursgewinnen gleicht aber der Suche nach Stecknadeln im Heuhaufen. Die Erfolgsaussichten sind gering, so dass auch die Perspektiven, mit diesem Zinsdifferenzgeschäft richtig Geld zu verdienen, düster bis trübe sind.

Der Autor ist Finanzanalytiker in Reutlingen.

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Quelle: faz.net

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Rohstoffaktien vs. Rohstoffe

September 13th, 2007 von admin

Der positive Einfluss von Rohstoffen als Mittel zur Diversifikation von Portfolios wurde in den vergangenen Jahren als eines der Hauptargumente für Rohstoffinvestments gehandelt. In der aktuellen Finanzmarktkrise hat sich dieses Argument auch eindrucksvoll bestätigt. Die These, dass auch Rohstoffaktien zur Stabilisierung von Wertpapierportfolios in unruhigen Marktphasen fungieren, ist dagegen seit längerem umstritten. Daher möchten wir aus aktuellem Anlass dies einer praktischen Überprüfung unterziehen.

Rohstoffe und Standardaktien

Die Analyse vergangener Turbulenzen an den Finanzmärkten zeigt eindeutig, dass Rohstoffe stabilisierend wirken, aber nicht zwangsläufig immer die Rendite steigern. Aufgrund des natürlichen Umstands, dass sich die Aktienmärkte in einem disinflationären Umfeld besser entwickeln, fällt eine Aktienhausse in den letzten Jahrzehnten oft mit fallenden Rohstoff- bzw. vor allem Ölpreisen zusammen. Da sich die Rohstoffinvestments natürlich nicht nur aus Spot-Erträgen zusammensetzen, muss man auch die Entwicklung von Total-Return Indizes berücksichtigen, was zu langfristig positiven Rohstoffrenditen trotz stagnierender bzw. fallender Preisen führt. Ein gutes Beispiel für eine unabhängige Entwicklung von Rohstoffen und Aktien zeigen die folgenden Charts. Während des großen Aktienbooms 1998-2000 konnte man mit Rohstoffen nicht wirklich Geld verdienen. Ab 2000 schlug der S&P GSCI den S&P 500 über den Zeitraum von zwei Jahre jedoch um längen. In der ersten Phase belasten Rohstoffe die Performance, danach waren sie ein Retter in der Not.

Für eine sinnvolle Portfolio-Insurance ist jedoch bedeutend, ob Rohstoffe auch kurzfristig in Paniksituationen bzw. Crashs das Portfolio absichern. Die oft geführte Diskussion über das Verhalten von “Rohstoffen” als Gesamtheit kann in bestimmten Marktphasen, wie in den oben gezeigten Beispielen, mit Sicherheit zielführend sein. Bei der Analyse des Verhaltens in kurzfristigen Paniksituationen zeigt sich jedoch ganz deutlich ein unterschiedliches Verhalten der einzelnen Sektoren bzw. sogar der einzelnen Rohstoffe in einem Sektor. Betrachtet man die Gründe für solche Paniksituationen an den Aktien- bzw. Finanzmärkten erscheint dies auch nachvollziehbar. So führen in der Regel Krieg, Terror, Liquiditäts- und Vertrauenskrisen zu kurzfristigen Schocks an den Märkten. Unter solchen Szenarien leiden primär Finanzanlagen, aber auch Industrierohstoffe wie Metalle. Öl hingegen neigt zum Crash nach oben, d.h. im Falle geopolitischer Schocks neigt der Preis kurzfristig massiv anzusteigen.
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PSM-Chef Joachim Paul Schäfer über Gold, den nächsten Aktien-Crash und Warren Buffett

September 11th, 2007 von admin

Die US-Immobilienkrise und ihre weltweiten Folgen verunsichern die Anleger. Investmentprofi Joachim Paul Schäfer stellte sich den Fragen der Leser unserer Schwesterpublikation €uro am Sonntag. Wir zeichnen die spannendsten Fragen und Antworten nach. Heller ist Chef der PSM Vermögensverwaltung.

Thema: Aktien-Crash

Wie lange dauert es bis zum nächstenrichtig großen Kurs-Crash?
Das kann niemand genau vorhersagen. Was man sagen kann: Wir haben jetzt vier Jahre hinter uns ohne eine einzige Korrektur, zumindest auf Jahresbasis. Das ist etwas, das es nach einem großen Crash, wie wir ihn zur Jahrtausendwende erlebt haben, noch nie gab. Nur zu sagen, Aktien seien billig und die Kurs/Gewinn-Verhältnisse niedrig, wie die Berufsoptimisten immer betonen, ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn wenn es zu einer Rezession kommen sollte, was in keinem Fall ausgeschlossen werden kann, sinken die Gewinne, und dann sind die Aktien plötzlich nicht mehr billig.

Der September gilt als einer der schwächsten Börsenmonate des Börsenjahres. Wird er diesmal wegen der vielen Unsicherheiten besonders schlimm?
Ich würde mich niemals an der Statistik der Jahreszeiten orientieren. Wenn der September in den vergangenen Jahren ein besonders schlechter Monat war, heißt das nicht automatisch, dass dieser wieder schlecht wird. Normalerweise sind die Sommermonate ganz ruhige Monate, und das war ja jetzt auch nicht der Fall. Die Probleme sind noch lange nicht ausgestanden. Dafür ist der Vertrauensverlust, der durch die Immobilienkrise eingetreten ist, zu groß.

Thema: Rohstoffe & Gold

Welcher Rohstoff ist als Langfristanlage am attraktivsten?
Gold. Am besten physisch. Gold hat gegenüber Silber den Vorteil, dass Sie wirklich wenig Raum dafür brauchen. Wenn Sie von ihren Vermögenswerten zehn Prozent in Gold anlegen, dann ist das nicht schlecht. Wir gehen davon aus, dass Gold langfristig vor einem großen Lauf steht. Sie können natürlich auch seriöse Goldminenaktien kaufen, da brauchen Sie allerdings etwas stärkere Nerven, denn deren Kurse bewegen sich manchmal nicht so, wie es der Goldpreis erwarten ließe.

Thema: Sichere Geldanlage

Wie kann ich mein Geld jetzt am sichersten anlegen?
In sechs Monate laufende Bundesobligationen. Das Schlimmste, was Ihnen dabei passieren kann, ist, dass sich der Aktienmarkt schneller erholt als erwartet. Dann haben Sie weniger Geld verdient als die Mutigen. Aber damit könnte ich angesichts der aktuellen Risiken leben.

Thema: US-Aktien / Warren Buffett

Wenn Warren Buffett amerikanische Finanzaktien kauft, muss man dann als Anleger jetzt nicht über große Verlierer der US Immobilienkrise wie Bear Stearns nachdenken?
Bestimmt nicht. Ich glaube auch nicht, dass Buffett große Summen in Finanzaktien investiert. Bankaktien sind derzeit etwas für Spekulanten, nicht für Investoren. Gerade Buffett hat ja in den vergangenen zwei Jahren immer wieder gewarnt, was für ein gefährliches Spiel mit den Immobilienkrediten in den USA getrieben wird.

Thema: Schwellenländer

Welche Schwellenländer sind derzeit am interessantesten?
Alle. Man muss sich nur bewusst machen, dass Investitionen in Schwellenländer Spekulationen sind, keine Geldanlage. Viele Schwellenländer haben natürlich eine interessante Zukunft vor sich. Sie dürfen aber nicht vergessen, dass alles, was schnell steigt, genauso schnell wieder fallen kann. Investments in Schwellenländer sind Risikokapital. Ich bin in einem Fonds investiert, der in die Next 11, die nächste Aufsteigerwelle unter den Schwellenländern, investiert.


Quelle: fundresearch.de

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Zeit für eine krisenfestere Anlagestrategie

September 10th, 2007 von admin

Nach den überaus schwachen Arbeitsmarktdaten vom Freitag hat die Unsicherheit der Anleger weltweit zugenommen. Ganz besonders Neueinsteiger stellen sich die Frage, wie sich denn nun die Märkte weiter entwickeln werden und vor allem, welche Konsequenzen sie daraus ziehen sollen.

 

Just die Tatsache, dass diese Frage allseits gestellt wird, macht deutlich, dass es derzeit äußerst schwierig ist, eine Entwicklung wirklich zuverlässig zu prognostizieren. Wenn auch die Arbeitsmarktdaten vom Freitag der amerikanischen Wirtschaft kein gutes Zeugnis ausgestellt haben, so nehmen sich etwa die erneuerten Konjunkturprognosen des Internationalen Währungsfonds einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD) zufolge unspektakulär aus.

 

Amerikanisches Wachstum - leicht oder deutlich weniger?

Angeblich rechnet die Organisation mit einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,3 Prozent, nachdem der IWF im Sommer erst seine Prognose auf 5,2 Prozent erhöht hatte. Für die Vereinigten Staaten erwarte die Organisation im laufenden Jahr einen BIP-Anstieg von 1,9 Prozent (zuvor: 2,0 Prozent). Die Prognose für Japans Wirtschaftswachstum 2007 werde auf 2,5 Prozent (2,6 Prozent) reduziert, die für China werde auf 11,5 von 11,2 Prozent erhöht, für den Euroraum werde sie angeblich belassen.

 

Demgegenüber sprach IWF-Direktor Rodrigo Rato von den „deutlichsten Änderungen“ bei den Abwärtsrevisionen der Wachstumsprognosen für die Vereinigten Staaten. Die jüngst veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen seien deutlich schlechter ausgefallen als erwartet und ein schwächerer Konsum dürfte eine Zinssenkung in den Vereinigten Staaten unterstützen.

 

Generell besteht Einigkeit, dass die Vereinigten Staaten als Ausgangspunkt auch die Hauptlast der aktuellen Krise tragen werden. Die Analysten des Bankhauses JPMorgan rechnen damit, dass die größten Auswirkungen im vierten Quartal dieses Jahres in Form von Wachstumseinbußen spürbar werden.

 

Risiken für Europa - gering oder spürbar?

 

Außerhalb der Vereinigten Staaten werde das Wachstum dagegen nur in Maßen gedämpft, wenn auch durch die Liquiditätsengpässe die Kreditverfügbarkeit für die breite Wirtschaft leide. Für Deutschland etwa geht das DIW davon aus, dass sich die wirtschaftliche Expansion im gemäßigten Tempo fortsetzt und sich die „Verspannungen“ auf den Interbankengeldmärkten nicht spürbar auf die Realwirtschaft niederschlagen.

 

Indes sehen alle Experten durchaus bestehende Risiken. Vor allem machen dem DIW wie dem IWF mögliche Rückwirkungen der Krise auf den amerikanischen Hypotheken- und Immobilienmärkten auf die dortige Konsumnachfrage Kummer. Dies könnte mittelbar auch die deutsche Exportwirtschaft betreffen.

 

Indes ist die große Frage, die derzeit noch niemand zuverlässig beantworten kann, wie sich die Kreditkrise auf die internationalen Investmentbanken auswirkt. Bislang hielten sich diese im Rahmen und auch die Societe Generale, um die sich am Freitag negative Gerückte rankten, gab am Montag bekannt, trotz der Marktturbulenzen im August an ihren Finanzzielen für das Geschäftsjahr 2007/2008 festzuhalten. Es seien risikoreiche Geschäfte reduziert worden, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Präsentation lapidar. Das Institut sei auf den Kreditmärkten begrenzt aktiv und habe lebhafte Geschäfte im Bereich Aktienderivate gemacht.

 

Kritischere Blicke am Kreditmarkt

 

Leidtragende sind bislang diejenigen Investoren und Finanzinstitute, die mit kurzfristigen Fremdmitteln in langfristigen, derzeit illiquiden Anlagen investiert sind. Derzeit erhalten sie nur unter großen Schwierigkeiten Verlängerungen ihrer Kreditlinien.

 

Die Illiquidität der Finanzinstrumente geht zurück auf deren Intransparanz und auf die Intransparenz der Märkte. Da es aufgrund der Globalisierung der Finanzmärkte erheblich schwieriger geworden sei, abzuschätzen, wer worin investiert ist und demzufolge wo welche Risiken liegen, ist Vorsicht Trumpf und, so die Analysten von JP Morgan, ist Liquidität Trumpf.

 

Erst wenn die kurzlaufenden Finanzierungen in den nächsten Wochen und Monaten verlängert würden - oder auch nicht - werde sich das Bild erhellen. Dabei wird sich auch zeigen, wie es mit den Unternehmensanleihen weitergeht.

 

Wie stabil sind die Bilanzen?

 

Denn nachdem vor wenigen Monaten noch eine

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Der richtige Crash kommt erst noch

September 9th, 2007 von admin

Jeremy Grantham verwaltet in den USA ein Milliardenvermögen. Zu seinen Kunden zählen Dick Cheney, John Kerry, Exxon Mobile und die Weltbank. Die derzeitigen Schwächeanfälle der Finanzmärkte hält er nur für das Vorgeplänkel für einen dramatischen Absturz.

Ein Mann sieht schwarz: Für den Vermögensverwalter Jeremy Grantham sind die aktuellen Abwärtsschwünge am Aktienmarkt erst der Anfang: „In den vergangenen zwölf Jahren war ich oft zu pessimistisch. Jetzt aber fühle ich mich, als beobachtete ich ein Zugunglück in extrem langsamer Zeitlupe“, sagt er. Grantham sieht einen dramatischen Crash voraus: „Eine bedeutende amerikanische Bank wird pleitegehen, die Hälfte aller Hedgefonds sowie ein bedeutender Anteil aller Private-Equity-Firmen Konkurs gehen. Der amerikanische Aktienindex S&P 500 wird um mindestens 40 Prozent fallen.“ Doch das alles, so glaubt Grantham, passiert erst nach 2008.

Jeremy Grantham ist in den USA kein unbeschriebenes Blatt: Er führt mit Grantham Mayo Van Otterloo (GMO) die größte unabhängige Vermögensverwaltung der USA. Zurzeit hat er mehr als 150 Milliarden Dollar unter seinen Fittichen. Grantham leistet es sich, bei seinen Kunden wählerisch zu sein: Die Mindestanlagesumme beträgt fünf Millionen Dollar. Zu seiner Klientel gehören US-Vizepräsident Dick Cheney und der Verlierer der vergangenen Präsidentschaftswahl, US-Senator John Kerry. Zu den Firmenkunden zählen die Weltbank sowie der Ölkonzern Exxon Mobile. Kurzum: Der Mann hat zu viele Investoren überzeugt, als dass man seine Meinung als die eines ewigen Bären abtun kann.

“Jede Blase findet ihr Ende”

Von seinem Büro im Bostoner Hafen aus blickt Grantham jeden Tag auf die Gewässer, in denen 1773 die Boston Tea Party stattfand – der Startschuss des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. „Ich glaube an die Kraft der Geschichte“, sagt der 68-Jährige. Mit nichts hat sich Grantham so sehr befasst wie mit Wendepunkten in der Wirtschaftsgeschichte und Spekulationsblasen an den Märkten. Er zählt 27 Beispiele von Boom und anschließendem Crash auf, darunter die Abstürze aus dem Jahr 1929 und 1987. Sein Lieblingsbeispiel aber ist die russische Weizenhausse. Zwischen 1857 und 1860 machten Großgrundbesitzer riesige Gewinne, als nach der Wirtschaftskrise weltweit die Preise für Weizen stiegen. Nach drei Jahren zog die Produktion jedoch an, und der Preis stürzte ab.

Grantham hat für sich festgelegt: „Jede Blase findet ihr Ende, und wenn der Markt einmal fällt, macht er nicht Halt bei dem langfristigen fairen Wert“, sagt er. Inmitten der Interneteuphorie 1998 stellte sich Grantham gegen den Markt und verkaufte amerikanische Aktien. Seine Kunden reagierten empört – so viele zogen ihre Gelder ab, dass sich das von GMO verwaltete Geld auf nur noch 20 Milliarden Dollar halbierte. Stoisch nahm Grantham den Mittelabfluss hin. Zweieinhalb Jahre hielt er die weiter gen Himmel steigenden Kurse aus: „Jeden Tag ging der Markt nach oben, und unsere Einlagen fielen. Das war recht unangenehm“, sagt er mit dem für ihn typischen britischen Understatement. Erst mit dem Crash vom März 2000 behielt er doch noch recht. „Das Wissen um die Geschichte von Crashs stärkte mir das Rückgrat.“

Seitdem gilt Grantham unter konservativen reichen Anlegern in den USA als Geheimtipp: „Das Geld fließt hübscher zurück, als ich je zu hoffen gewagt hätte“, lächelt Grantham, ein hagerer und hochgewachsener Mann – allein in den vergangenen zwei Jahren waren es 50 Milliarden Dollar. „Ich hoffe einfach nur, dass unsere Kunden uns dieses Mal ein bisschen mehr vertrauen“, sagt der Geldprofi.

Er glaubt, dass der Markt nach der Internetblase 2000 nicht heftig genug abgestürzt ist. Zudem habe sich durch die Spekulationen mit Krediten eine zusätzliche Blase aufgebaut. Einen echten Bärenmarkt erkennt er erst an, wenn der S&P 500 den historischen Mittelwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses, der seiner Berechnung nach bei 16 liegt, deutlich unterschreitet. Zurzeit liegt der Wert bei 15,5….
Kompletter Artikel auf: welt.de

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Chinas Aktienkurse höher als Wert der ganzen Volkswirtschaft

September 7th, 2007 von admin

 Peking (AFP) — Die Börse in China überhitzt: Der Aktienwert der an der Börse gehandelten einheimischen Unternehmen übersteigt inzwischen den Wert der gesamten Volkswirtschaft der Volksrepublik, wie die Staatspresse berichtete. Ende August habe der Börsenwert der 1504 gelisteten Firmen des Landes 23 Billionen Yuan (2,2 Billionen Euro) betragen, berichtete die “Shanghai Securities News”. Das Bruttoinlandsprodukt Chinas betrug bei der letzten veröffentlichten Statistik Ende vergangenen Jahres 21,09 Billionen Yuan.

Quelle: google.com

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