Reich werden beim Crash

Juli 1st, 2009 von admin

Können Sie noch ruhig schlafen?

Haben Sie bereits unter der Finanzkrise gelitten?

Glauben Sie, dass Ihr Vermögen sicher ist?

Oder Glauben Sie gar, dass die Krise überstanden ist?

Wir befinden uns inmitten einer enormen Weltwirtschaftskrise, welche noch nicht überstanden ist.
Politiker und Bank-Vorstände versuchen, das Desaster, den Crash, zu verhindern.
Hierdurch ergeben sich exzellente Chancen Ihr Vermögen abzusichern und enorm zu vermehren.

Diese Krise kann Ihre Chance sein, so reich zu werden, wie Sie es niemals zuvor erträumt hätten.
Alles was Sie hierzu benötigen, ist ein Leitfaden, welcher Ihnen genau sagt, was Sie mit Ihren Vermögenswerten jetzt tun sollten.

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Dollarschwäche hält Öl, Gold und Euro auf Rekordkurs

Oktober 19th, 2007 von admin

Frankfurt/New York. (reuters/hdt) Angesichts schwacher Wirtschaftsdaten aus den USA hat der Euro am Freitag einen neuen Höchststand erreicht. Er notierte im frühen Handel bei 1,4320 Dollar und übertraf damit die tags zuvor aufgestellte Rekordmarke. Später sackte die Notierung auf 1,4280 Dollar ab.

“Die große Story ist die Dollarschwäche”, sagte Devisen-Strategin Laura Ambroseno von Morgan Stanley. “Die Verlangsamung des Wachstums breitet sich aus.” Damit sei die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die US-Notenbank bei ihrer Sitzung am 31. Oktober gestiegen, was die Attraktivität von Anlagen in Dollar senken würde. Das Marktumfeld sei nervös, sagten Börsianer.

Der US-Ölpreis erreichte am Freitag eine neue Höchstmarke von 90,07 Dollar pro Fass. Das als sichere Anlage geltende Gold kletterte auf den höchsten Stand seit Januar 1980.

Experten gehen davon aus, dass es der US-Währung Auftrieb geben würde, wenn die Schwäche von Dollar und Yen bei dem am Freitag begonnenen Gipfel der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen thematisiert würde, befürchten aber, dass die G-7 keine Entscheidungen zur Stärkung des Dollar treffen werden.

Bald 100 Dollar für Öl?

Öl hat am Freitag erstmals mehr als 90 Dollar gekostet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl kletterte bis auf 90,07 Dollar und erreichte damit den sechsten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Wegen der unsicheren Lage im erdölreichen Nahen Osten, knappen Vorräten und massiven Spekulationen von Investoren, die sich mit steigenden Ölpreisen gegen den fallenden Dollar absichern wollen, halten Experten nun einen Anstieg auf 100 Dollar nicht mehr für ausgeschlossen.

Obwohl der starke Euro einen Teil des Ölpreisanstiegs abfedert, ließ die jüngste Ölpreis-Explosion auch die heimischen Treibstoffpreise klettern. Vor allem der Dieselpreis näherte sich am Freitag mit im Schnitt 1,086 Euro je Liter bereits dem bisherigen Rekord von 1,099 Euro vom 28. September 2007.

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Quelle: wienerzeitung.at

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Steigender Geldmarktzins belastet die europäische Wirtschaft

September 25th, 2007 von admin

Der kräftige Anstieg der langfristigen Zinsen am Euro-Geldmarkt droht zu einer Belastung für die Wirtschaft des Euro-Raums zu werden. „Je länger diese Situation andauert, desto gravierender sind die Folgen“, ist aus Zentralbankkreisen zu hören. Der Grund: Hypotheken mit variablen Zinsen orientieren sich typischerweise an den Geldmarktzinsen. Durch den Zinsanstieg kommen auf Haushalte, die ihr Eigenheim mit variabel verzinsten Hypotheken finanziert haben, nun höhere monatliche Raten zu.

Das könnte sich in einer Dämpfung der Konsumnachfrage niederschlagen. Auch auf viele Unternehmen kommen höhere Zinskosten zu, da sie meist einen Teil ihres Finanzierungsbedarfs mit variabel verzinsten Krediten abdecken.

Hypotheken mit variablen Zinsen sind in Deutschland eher unüblich, in vielen anderen Ländern des Euro-Raums jedoch weit verbreitet. In Spanien, Portugal und Finnland haben nach einem im August 2005 veröffentlichten „Grünbuch“ der EU-Kommission zum europäischen Hypothekenmarkt praktisch alle Hypotheken variable Zinssätze, in Irland und Italien jeweils fast 80 Prozent. Vor allem in Spanien und Irland haben die Immobilienmärkte in den vergangenen Jahre eine fulminante Hausse mit lebhafter Bautätigkeit und stark steigenden Preisen erlebt.

Hypothekenzins meist an Euribor-Zins gekoppelt

In beiden Ländern folgt der Euphorie nun der Kater. Nach einer Übersicht des Europäischen Hypothekenverbandes (EMF) hatte der spanische Hypothekenmarkt schon 2005 ein Volumen von 475 Milliarden Euro. Seither dürfte das Volumen um mindestens ein Viertel zugenommen haben. Motor dieser Expansion war vor allem, dass die Zinsen mit dem Beitritt zur Währungsunion zunächst stark gefallen sind und dann lange Zeit niedrig blieben.

Nach Auskunft von Immobilienmaklern ist es in Spanien weithin üblich, den Hypothekenzins an den Dreimonats- oder Einjahres-Euribor-Zins zu koppeln. Einmal jährlich wird der im kommenden Jahr zu zahlende Zins nach dem dann gerade aktuellen Euribor-Zins neu bestimmt. Der Gesamtzins berechnet sich aus dem Euribor-Satz zuzüglich einem Aufschlag der Bank, der meist 0,75 bis 1,5 Prozentpunkte beträgt.

90 Milliarden Euro zusätzlich an Dreimonatskrediten

Im Einklang mit den Erhöhungen des Euro-Leitzinses ist der Dreimonats-Euribor von Ende 2004 bis Sommer 2007 bereits von rund 2,2 auf 4,2 Prozent gestiegen. Durch die Liquiditäts- und Vertrauenskrise an den Geldmärkten ist er seit Mitte August auf rund 4,7 Prozent nach oben geschnellt - und hat sich damit ungewöhnlich weit vom Leitzins entfernt, der seit Juni bei 4 Prozent liegt. Hintergrund ist, dass die Banken wegen der Verwerfungen an den Kreditmärkten selbst händeringend nach längerlaufenden Finanzierungen suchen, da sie in Schieflage geratenen Zweckgesellschaften Darlehen in Milliardenhöhe gewähren müssen.

Um die Lage zu entschärfen, hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Banken schon 90 Milliarden Euro zusätzlich an Dreimonatskrediten zur Verfügung gestellt. Dennoch verharrt der Dreimonats-Euribor nun schon seit Mitte August auf rund 4,7 Prozent.

Mehr als 30 Prozent des Einkommens für die Hypothek

Für diejenigen Hypotheken, die nach Mitte August angepasst wurden, läuft dies auf einen zusätzlichen Zinssprung hinaus. Betrug der Gesamtzins Ende 2004 überschlagsmäßig noch 3,5 Prozent, so waren es im Sommer schon 5,5 Prozent. Bei einem Darlehensbetrag von 150.000 Euro war die monatliche Zinsbelastung somit schon von rund 440 auf 690 Euro gestiegen. Durch den von der EZB nicht intendierten zusätzlichen Anstieg des Euribor-Satzes kommen nun monatlich noch einmal gut 60 Euro hinzu. Je länger diese Situation andauert, um so mehr Haushalte werden davon betroffen.

Nach einer Studie der Investmentbank Goldman Sachs musste ein durchschnittlicher spanischer Haushalt schon im Frühjahr 2007 rund 30 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Hypothek aufwenden - gegenüber 20 Prozent im Jahre 1999. Seither muss aus der Haushaltskasse noch einiges mehr für die Hypothekenzinsen abgezweigt werden, zu Lasten anderer Konsumausgaben. Ähnlich ergeht es auch den vielen Deutschen, Briten und anderen Europäern, die sich in Spanien ein Feriendomizil auf Kredit gekauft haben. Auf die Stimmung in der spanischen Wirtschaft drückt zudem, dass sich die Baukonjunktur abgekühlt hat und die Immobilienpreise kaum noch steigen, verschiedentlich sogar rückläufig sind.

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Quelle: faz.net 

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Dollarverfall: Weltwirtschaftssystem in Gefahr

September 24th, 2007 von admin

Das riesige US-Leistungsbilanzdefizit rechtfertigt laut Ökonom Erich Stressler eine Abwertung des Dollars auf 2,5 Dollar je Euro. Unterdessen geht US-Beteiligungsgesellschaften das Geld aus.

Obwohl der US-Dollar in der vergangenen Woche erstmals die 1,40 Euro-Marke überschritten hat, könnte der Dollarverfall erst am Anfang stehen. Dieser Meinung ist der renommierte Ökonom Erich Stressler. Das starke Leistungsbilanzdefizit könnte laut Stressler eine Abwertung auf 2,5 Dollar je Euro rechtfertigen. Der Ökonom hofft nur, dass die Abwertung langsam vor sich geht. Eine plötzliche Flucht aus dem Dollar wäre “das Ende des Weltwirtschaftssystems”. Da sich 75 Prozent der Dollar-Bestände außerhalb der USA, vor allem in China und Japan, befinden, könne die Entwicklung nicht kontrolliert werden. Jedoch sind auch die “Dollar-Horter” nicht an einer rapiden Abwertung ihrer Bestände interessiert.

Unterdessen hat der Wirtschaftsweise Peter Bofinger die Regierungen der Euro-Zone dazu aufgefordert, zur Stützung des Dollars über Dollar-Käufe nachzudenken. Die wiedererlangte Wettbewerbsfähigkeit sei sonst in Gefahr.

Unterdessen sorgt die US-Hypothekenkrise wieder für Gesprächsstoff. Deutschlands Finanzminister Peer Steinbrück denkt auf Grund der Hypothekenkrise über eine Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für deutsche Banken nach. Das verschärfte Regelwerk für Banken, Basel II, reiche nicht aus. Basel III sei notwendig.

Kraftlose Heuschrecken

Wie schwer und teuer Finanzierungen seit der Finanzmarktkrise geworden sind, zeigt ein Beispiel aus den USA. Erstmals seit dem Beginn der Welle großer Firmenkäufe durch Finanzinvestoren vor zwei Jahren, haben Beteiligungsgesellschaften ein bereits vereinbartes Geschäft platzen lassen. Die weltgrößte “Heuschrecke” KKR und Goldman Sachs sagten die im April vereinbarte Übernahme des US-Elektronikkonzerns Harman ab.

Das Vertrauen in die Branche wird damit weiter beschädigt. Mehrere Übernahmen sollen durch die Probleme der Beteiligungsgesellschaften bei der Kreditbeschaffung auf der Kippe stehen. Laut Experten steigen könnten jedoch die Übernahmen bei den Immobilienwerten, die sich im Zuge der Krise deutlich verbilligten.

“Erste, ermunternde Signale” für ein Ende der Finanzmarktkrise sieht Josef Ackermann, der umstrittene Chef der Deutschen Bank. “Ich erwarte, dass die Investoren in den kommenden Monaten zurückkommen und die Märkte sich normalisieren”.

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Quelle: nachrichten.at

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Öl ist gar nicht so teuer

September 20th, 2007 von admin

Nach all den schlechten Nachrichten infolge der US-Hypothekenkrise konnten die Akteure an den Finanzmärkten gestern endlich wieder aufatmen: Dank der kräftigen Leitzinssenkung in den USA sind die Aktienkurse kräftig gestiegen. Schlagartig ist nach der depressiven, fast panikartigen Stimmung der vergangenen Wochen wieder so etwas wie Zuversicht entstanden.

Ein perfekter Tag also für Wirtschaft und Verbraucher? Nicht ganz. Denn leider traten gestern zwei Spielverderber auf den Plan: der Ölpreis und der Euro. Beide kletterten - auch in Folge der Zinssenkung - auf neue Rekordstände. Der Euro kostet jetzt rund 1,40 Dollar und Öl der US-Sorte WTI mehr als 82 Dollar je 159-Liter-Fass. Beides gefährdet den Aufschwung in Deutschland. Denn der steigende Ölpreis verteuert die Importe und der starke Euro erschwert die Exporte.

Eines allerdings wird in diesem Zusammenhang häufig übersehen: der steigende Euro macht den Anstieg des Ölpreises für Europäer erträglicher, denn der Ölpreis wird in Dollar notiert - und der verliert angesichts des Euro-Anstiegs kontinuierlich an Wert. Sicher: Ganz kann der starke Euro den kräftigen Ölpreis-Anstieg der letzten Jahre nicht abfedern. Immerhin hat sich der Preis für das “schwarze Gold” seit Ende 2001 fast verfünffacht.

Doch langfristig gesehen ist Rohöl gar nicht so viel teurer geworden: Inflationsbereinigt lag der Ölpreis zu Beginn des Iran-Irak-Krieges im Jahr 1980 bei über 90 Dollar. Und während der Ölkrise I974 kostete Öl in heutige Marktpreise umgerechnet auch schon fast 50 Dollar. Berücksichtigt man noch, dass die heutigen Autos deutlich weniger Sprit verbrauchen als die damaligen, müssen die Konsumenten heute faktisch wahrscheinlich sogar einen geringeren Teil ihres Einkommens für Kraftstoff ausgeben als damals. Öl ist also nicht so teuer wie es scheint - auch wenn das beim Blick auf die Zapfsäule nur ein schwacher Trost sein mag.

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Quelle: berlinonline.de

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Die Zinssenkung könnte ein Fehler sein

September 19th, 2007 von admin

Die Begeisterung an den Aktienmärkten ist riesig. Wie erhofft, hat die amerikanische Notenbank Fed am Dienstagabend den Leitzins um 50 Basispunkte auf 4,75 Prozent gesenkt. Zudem reduzierte sie den Diskontsatz ebenfalls um 50 Basispunkte auf 5,25 Prozent. Diesen Satz hatte die Fed wegen der Verspannungen am Interbankengeldmarkt bereits am 17. August um 50 Basispunkte auf 5,75 Prozent gesenkt

Die Aktienmärkte legen daraufhin weltweit drastisch zu. Der Dax liegt 1,8 Prozent im Plus, die Börse in Tokio erlebte das größte Kursfeuerwerk seit fünf Jahren, nachdem auch die Bank of Japan den Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent beließ. Die Börse in Hongkong legte fast vier Prozent zu, nachdem der Dow Jones schon um 2,5 Prozent, der S&P-500 um 2,9 Prozent und der Nasdaq Composite um 2,7 Prozent gestiegen waren.

Sorgen um europäische Konjunktur
Nur der Dollar nahm die Nachricht nicht gut auf. Gegenüber dem Euro handelt er mit 1,3954 Dollar zwar knapp unter dem Rekordstand vom Vorabend, als er auf 1,3986 Dollar je Euro gefallen war. Das liegt weniger an der Stärke des Euro. Denn was diesen betrifft, so macht man sich in Europa eher Sorgen.

Außenhandelspräsident Anton Börner fürchtet Wachstumsbeeinträchtigungen auch für Deutschland. „Ich glaube, dass unser Wachstum um einige Zehntelprozent sinken wird“, sagte der Chef des Bundesverbandes des deutschen Groß- und Außenhandels am Mittwoch in einem Reuters-Interview. Die Senkung der Leitzinsen um einen halben Prozentpunkt werde nicht die letzte sein, eine weitere werde folgen. Der Euro werde „deutlich über 1,40 Dollar“ gehen, was für ihn eine Größenordnung bis zu 1,43 Dollar bedeute. Der deutsche Export in die Vereinigten Staaten werde in diesem Jahr deshalb um mehr als fünf Prozent sinken und wohl auch 2008 eine Minusrate aufweisen.

Möglicherweise werde sein Verband seine optimistische Wachstumsprognose für die Ausfuhren 2008 zurücknehmen müssen, sagte Börner. Insgesamt werde die schwächere Entwicklung des Geschäfts mit den Vereinigten Staaten für die Ausfuhrwirtschaft durch Zuwächse in andere Weltregionen aber kompensiert. „Unter der Voraussetzung, dass sich die Lage in den nächsten Wochen nach der Zinssenkung der amerikanischen Notenbank normalisiert, glaube ich, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen,“ sagte Börner voraus.

 

Dollar-Index steuert auf historische Tiefs zu

 

Auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat angesichts der amerikanischen Finanzkrise vor einem „Dämpfer“ für die deutsche Konjunktur gewarnt. Der „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe) sagte Glos: „Niemand weiß, wie sich die Finanzkrise in den Vereinigten Staaten am Ende auch auf Deutschland auswirken wird. Auch der niedrige Dollarkurs und der hohe Ölpreis können unserer zur Zeit sehr robusten Konjunktur einen Dämpfer verpassen. Wenn der Dollarkurs weiter sinkt, trübt das unsere Exportchancen.“

Der Dollar-Index, der den Außenwert der amerikanischen Währung anzeigt, steuert indes auf einen historischen Tiefstand zu. Mit 79,334 Punkten liegt er nur noch knapp einen Punkt über dem bisherigen Tiefstand vom September 1992 von 78,33 Punkten. Für weiteren Druck auf den Dollar sprechen die Zinsdifferenzen, die sich jetzt anscheinend zuungunsten des „Greenback“ entwickeln.

 

Indes ist die Bewegung nicht ausgemacht. Denn die konjunkturellen Auswirkungen der Zinssenkung sind höchst unklar. Die Analysten der UniCredit sehen in dieser ein Zeichen für die ungewöhnlich hohe Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung der Vereinigten Staaten und treffen damit wohl den Nagel auf den Kopf.

 

Rätselraten um Weltkonjunktur geht weiter

Denn einerseits lobten zahlreiche Experten das „mutige“ Vorgehen der Fed und resümierten, die Notenbanker hätten bewiesen, dass sie vorausschauend den konjunkturellen Gefahren vorbeugen und möglicherweise sogar eine Rezession abwenden. Anderseits senkte die Investmentbank Goldman Sachs ihre Wachstumsprognose für 2008 deutlich von 2,4 auf nur 1,8 Prozent. Auch die Fondsgesellschaft Pimco rechnet nun damit, dass die amerikanische Wirtschaft in den nächsten zwölf Monaten noch mehr an Dynamik verlieren wird als bisher in diesem Jahr, und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um 1,25 Prozent bis 1,75 Prozent steigt. Im März war die Allianz-Fondstochter noch von einer Wachstumsrate von zwei bis 2,5 Prozent ausgegangen.

 

Ein rezessives Szenario könnte für den Dollar sprechen. Denn da auf diese Weise die amerikanische Importnachfrage sinken müsste, würde dies zum einen das Außenhandelsdefizit verringern, zum anderen aber auch das Wachstum in anderen Regionen der Welt beeinträchtigen. Diese verlören dann an Attraktivität für Anleger aus dem Dollar-Raum. Zudem sind Zweitrunden-Effekte via Zinssenkungen in anderen Staaten möglich, die die Zinsstrukturen wieder zugunsten des Dollar beeinflussen könnten.

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kompletter Artikel auf: faz.net

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EUR/USD und GOLD vor Mega-Rallye? - Teil II

September 19th, 2007 von admin

Quelle: www.geldanlage-report.de

I

m Einklang mit dem immer schwächer werdenden US-Dollar überschritt der Goldpreis zuletzt erstmals seit 16 Monaten wieder die Marke von 700 US-Dollar. Im Zusammenhang mit den aktuellen Krisenszenarien berichteten Händler auch von einer stark gestiegenen Nachfrage nach physischem Gold.

 

Die Westgold GmbH aus Lindhorst, die vom bekannten Gold-Experten Martin Siegel geleitet wird, berichtet zuletzt von einer Verfünffachung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Der physische Goldmarkt sei quasi leergekauft, hieß es.

 

Doch diese Steigerungen kommen von einem sehr geringen Niveau aus zustande. Die Anleger sind weltweit immer noch kaum in Gold investiert. Der Metallhändler Heraeus konstatiert: “Wenn alleine die deutschen Investoren nur die oft empfohlenen fünf Prozent ihres Vermögens in Gold anlegen würden, entspräche dies bereits einer Menge von mehreren Jahresproduktionen oder einem erheblichen Teil der globalen Zentralbankreserven.

 

Das geringe Interesse der Anleger ist kaum verwunderlich: Denn inflationsbereinigt ist der Goldpreis seit seinen Hochs Anfang der 80er-Jahre massiv hinter anderen Asset-Klassen zurückgeblieben.

 

Während Gold aktuell immer noch unter seinem am 27. Januar 1980 markierten Allzeit-Hoch von 875 US-Dollar je Feinunze liegt, hat sich der Dow Jones im selben Zeitraum von 890 auf über 13.000 Punkte ver-15-facht. Das durchschnittliche Einkommen der US-Haushalte hat sich von 17.000 US-Dollar auf 43.000 US-Dollar erhöht. Wer in Gold investiert hat, der hat in diesem Zeitraum also keinen Cent verdient. Kein Wunder, dass sich die meisten Anleger nicht für das Metall interessieren.

 

*Das Blatt wendet sich

 

Seit seinem Tief 2001 bei 255 US-Dollar hat der Goldpreis aber nun einen mittelfristigen Aufwärtstrend ausgebildet. Die Gründe dafür hatten wir bereits in unserem Gold-Special vom August letzen Jahres erläutert. Die Argumentation greift hier nach wie vor.

 

Der Aufwärtstrend ist nicht in erster Linie durch die steigende Nachfrage zu begründen, sondern durch die sich abwertenden Papierwährungen. Und hier wären wir wieder beim US-Dollar und der im Umlauf befindlichen Geldmenge. Diese stieg seit 2000 doppelt, teilweise dreifach so stark wie das Bruttoinlandsprodukt, das den gesamten ökonomischen Output einer Volkswirtschaft misst.

 

Doch auch europäische Länder wie Deutschland haben ein Verschuldungsproblem und daher wenig Interesse an einer starken Währung. Im Gegenteil: Je mehr Geld gedruckt wird, umso mehr werden auch die Schulden entwertet. Dies führt zu einer Abwertungsspirale der Papiergeldwährungen gegenüber Gold. Momentan ist kein Ende dieses Trends in Sicht.

 

*Auch Goldproduzenten setzen auf steigende Preise

 

Bullisch ist auch folgendes: Die Goldproduzenten selbst glauben ebenfalls an steigende Preise. Pierre Lassond, stellvertretender Vorsitzender des zweitgrößten Goldunternehmens der Welt, Newmont Mining, wird folgendermaßen zitiert. “Die Zeit für Gold kommt. Die Hausse für Rohstoffe wird noch eine ganze Generation, also etwa 20 Jahre, anhalten. Der Preis für Gold wir drei Nullen beinhalten. Allerdings weiß ich noch nicht, welche Ziffer vorne stehen wird.”

 

Diese Aussage sollte keinesfalls nur als Zweckoptimismus betrachtet werden, nach dem Motto: Klar, die Goldproduzenten müssen natürlich von steigenden Goldpreisen überzeugt sein!

 

Dem ist nämlich nicht so. So machte beispielsweise Marktführer Barrick Gold keinen Hehl daraus, dass in den letzten Jahren große Teile der eigenen Produktion am Terminmarkt zu vermeintlich günstigen Preisen gegen Kursrückgänge abgesichert worden sind.

 

Dies brachte den Unternehmen teilweise Verluste in dreistelliger Millionenhöhe ein, weil der Goldpreis höher gestiegen ist, als dies erwartet worden war. Bereits in den letzten Quartalen hat Barrick aber nun seine Politik geändert. Im zweiten Quartal wurden die letzten Hedgepositionen aufgelöst. Das heißt: Auch die Kanadier gehen nun von einem weiter steigenden Goldpreis aus.

 

*Angebots-Nachfrage-Relation verstärkt die Tendenz

 

Zu tun hat dies auch mit der kritischen Angebotssituation. Die Minenproduktion ist heuer rückläufig und wird dies bis 2009 aller Voraussicht nach bleiben. Auch danach rechnen Experten maximal mit einer stagnierenden Produktionsmenge. Der Grund: Es werden kaum neue große Lagerstätten entdeckt, während bei den bestehenden häufig die Produktion rückläufig ist.

 

Umgekehrt bleibt die Nachfrage sowohl von Konsumenten, beispielsweise von indischen Schmuckhändlern, als auch von Finanzinvestoren hoch. Auch die Verkäufe der Zentralbanken, die in der Vergangenheit immer wieder große Bestände auf den Markt geworfen haben, sollten nachlassen. Länder wie Russland, China, Südafrika und Argentinien haben aktuell sogar auf die Käuferseite gewechselt.

 

Etwas Entspannung auf der Angebotsseite könnte es lediglich durch die weniger werdenden Gold-Rückkäufe der Minengesellschaften geben. Diese sollten ihre Terminsicherungsgeschäfte bald abgeschlossen haben.

 

Meine persönliche Meinung: Ein Ende des Bullenmarktes bei Gold ist nicht in Sicht. Anleger sollten rund zehn Prozent ihres Depotvolumens in Gold investieren.

 

MEIN FAZIT:

 

- Die negativen Faktoren für den US-Dollar sind momentan im Euro-Dollar-Wechselkursverhältnis größtenteils eingepreist
- Der US-Dollar dürfte kurzfristig zu einer Gegenreaktion ansetzen
- Der Goldpreis sollte tendenziell weiter stark bleiben und neue Jahres-Hochs markieren
- Mittelfristig sollte das Allzeit-Hoch aus dem Jahr 1980 geknackt werden

 

Viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage wünscht Ihnen

 

Ihr

Armin Brack

Chefredakteur Geldanlage-Report

www.geldanlage-report.de

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Tageskommentar Devisen und Zinsen

September 19th, 2007 von admin

EUR/USD auf Rekordhoch nach US-Zinsentscheid
Gestern Abend überraschte die US-Notenbank den Markt mit einer 0,50% Zinssenkung des Leitzinses auf 4,75%. Damit sollte auch der Druck bei den Kredit-Konditionen für den in Schwierigkeiten geratenen US-Häusermarkt gemildert werden. EUR/USD schloss nach dem Entscheid von 1,3880 auf 1,3985.
Aussichten: EUR/USD sollte in den nächsten Tagen versuchen 1,4000 zu überwinden und bis 1,4050 anzusteigen. Die Unterstützung 1,3950 - 1,3960 muss dafür halten.

EUR/JPY und EUR/CHF erholen sich
Gleichzeitig mit dem Zinsentscheid in den USA belies die japanische Notenbank ihre Leitzinsen unverändert bei 0,50%. Dort will man zuerst die weitere Entwicklung der US-Hypothekenkrise beobachten, bevor man einen weiteren Zinsschritt setzt. EUR/JPY stieg von 160,50 auf 162,30 und EUR/CHF stieg nur leicht von 1,6480 - 1,6520.
Aussichten: Aus charttechnischer Sicht muss man bei EUR/JPY nun mittelfristig von einem Test der Höchststände um 168 ausgehen. Kurzfristig ist ein Anstieg bis 163,00 möglich. Unterstützung: 160,50 EUR/CHF muss hingegen die Hürde 1,6520 noch nehmen, um die Höchststände nochmals zu testen. Allen Fremdwährungskreditnehmern empfehlen wir Angesichts der Unsicherheit ihre Gewinne mitzunehmen oder die Stop Loss Limits nachzuziehen. Von Neuengagements raten wir derzeit ab!

Zinsen

Europa: ZEW zum vierten mal in Folge negativ
Der ZEW Konjunkturausblick ist zum vierten Mal in Folge negativ ausgefallen. Mit -18,1 Punkten lag er deutlich hinter den Erwartungen. Vor allem die schlechten Signale aus dem Einzelhandel belasten den Indikator. Den Grund dafür sehen viele Einzelhändler in der Mehrwertsteuererhöhung auf 19% in Deutschland. Auch die aktuelle Lage wird auf Grund des hohen Ölpreises und der Turbolenzen an den Finanzmärkten schlechter eingeschätzt und liegt mit 74,4 Zählern unter den Erwartungen.

Amerika: Fed senkt Leitzins um 0,5 % auf 4,75 %
Die Fed überraschte gestern viele Marktteilnehmer mit einer Senkung der Target Rate und des Diskontsatzes um 0,5 %. Als Grund für die deutliche Senkung gab sie die stark gestiegenen Risiken für die Konjunktur. Als Problem sehen wir den noch immer vorhandenen Inflationsdruck, der sich vor allem durch steigende Energiepreise wieder erhöht hat. Bei der Kernrate der Verbraucherpreise für August erwarten wir heute keine Veränderung. Wir rechnen aber im September mit einem Anstieg.
Quelle: be24.at

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Krise zwingt Fed zu Kehrtwende

September 18th, 2007 von admin

von Mark Schrörs, Yasmin Osman, Angela Maier (Frankfurt) und Ulrike Heike Müller (Berlin)

Angesichts der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten hat die US-Notenbank erstmals seit Juni 2003 ihren Leitzins gesenkt. Damit nimmt die Notenbank spürbar den Druck vom internationalen Geldmarkt.

Die Federal Reserve nahm den Satz von 5,25 auf 4,75 Prozent zurück, um negative Folgen der Kreditkrise auf die US-Wirtschaft abzumildern. Sie ging damit über jene 25 Basispunkte hinaus, die die meisten Beobachter erwartet hatten. Zudem ließ sie die Tür für weitere Zinssenkungen offen.

Der Euro schoss auf ein Rekordhoch bei 1,3981 $. An den US-Aktienmärkten löste die Entscheidung eine Rally aus. Der S&P-500-Index stieg zeitweise um 2,5 Prozent. “Die Fed hat ihre unangebrachte Vorsicht beiseitegeschoben”, sagte Ian Shepherdson, US-Chefvolkswirt beim Beratungsdienst High Frequency Economics.

Mit ihrer Zinssenkung vollzieht die Fed eine deutliche zinspolitische Wende. Seit August 2006 hatte sie den Zins bei 5,25 Prozent belassen, aber die zu hohe Inflation stets als Hauptsorge bezeichnet - und so eine Neigung zu weiteren Zinserhöhungen erkennen lassen. Erst Mitte August hatte sie diese Einschätzung abgeschwächt. Hintergrund waren die Probleme an den Kreditmärkten infolge der Krise am US-Hypothekenmarkt für Schuldner geringer Bonität (Subprime).

In ihrem Statement verwies die Fed nun darauf, dass straffere Kreditkonditionen den US-Häusermarkt weiter schwächen und das Wachstum generell dämpfen könnten. Die Zinssenkung solle dies verhindern. Einige Volkswirte befürchten bereits eine Rezession.

Die Fed verwies darauf, dass das Wachstum im ersten Halbjahr “moderat” gewesen sei. Die Entwicklungen seit der Augustsitzung hätten aber die Unsicherheit über den Konjunkturausblick erhöht. Die Fed betonte, dass sie die Situation beobachte und wenn nötig handeln werde, um Preisstabilität und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu gewährleisten.

Nach jüngsten Zahlen hatte im August erstmals seit vier Jahren die Zahl der Jobs abgenommen. Der Internationale Währungsfonds wird voraussichtlich seine Prognose für das US-Wachstum 2008 von 2,8 auf 2,2 Prozent senken, meldete die italienische Nachrichtenagentur AGI.

Neben dem Leitzins nahm die Fed auch den Diskontsatz, zu dem sich Banken direkt und unbegrenzt bei ihr Geld leihen können, um 50 Basispunkte auf 5,25 Prozent zurück.

Die Fed steht vor dem Dilemma, dass sie Investoren, die zu große Risiken eingegangen sind, nicht voreilig zur Seite springen will, aber auch den Auftrag hat, das Wachstum zu stützen.

Weltweit sind Banken infolge der Subprime-Krise in Schieflage geraten - zuletzt in Großbritannien der Hypothekenfinanzierer Northern Rock. In den USA warnte die Bank of America vor einem “bedeutenden Einfluss” auf das eigene Zahlenwerk. “Das sind keine normalen Zeiten”, sagte Finanzchef Joe Price. Allerdings sorgte die Investmentbank Lehman Brothers für Erleichterung, da ihre Quartalszahlen besser als befürchtet ausfielen. Der Nettogewinn lag mit 887 Mio. $ nur um drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Es waren die ersten Geschäftszahlen einer Bank seit Ausbruch der aktuellen Kreditkrise. Allerdings berichtete Lehman auch “substanzielle” Verluste bei US-Hypotheken und Private-Equity-Krediten.

Der Ölpreis kletterte nach der Zinsentscheidung erstmals über 82 $, da die Akteure am Ölmarkt nun das Risiko einer Rezession als geringer einschätzen. Der Kontrakt für die US-Sorte West Texas Intermediate legte in der Spitze auf 82,20 $ je Barrel (159 Liter) zu
Artikel auf: ftd.de

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EUR/USD und GOLD vor Mega-Rallye?

September 18th, 2007 von admin

Quelle: www.geldanlage-report.de  

Dollar vor dem Kollaps? Gold vor neuen Hochs?

spannender als derzeit kann es an den Finanzmärkten kaum noch werden: Der Ölpreis steigt auf ein neues Allzeit-Hoch, der Dollar fällt gegenüber dem Euro und zahlreichen anderen wichtigen Währungen auf neue Allzeit-Tiefs und der Goldpreis nimmt Kurs auf ein neues 27-Jahres-Hoch.

 

Lesen Sie, ob der Dollar jetzt vor dem vollständigen Kollaps steht und ob Sie Gold kaufen sollten.

 

Am Mittwoch kletterte der Euro/Dollar-Wechsel-Kurs über die Rekordmarke vom 24. Juli dieses Jahres und markierte damit ein neues Allzeit-Hoch. Am Donnerstag wurde das bisher gültige Rekordhoch bei 1,3926 US-Dollar erzielt.

 

Die Ursache liegt auf der Hand: Anleger befürchten nach wie vor eine deutliche Abschwächung der amerikanischen Wirtschaft. Die Beschäftigung in den USA war im August zum ersten Mal seit vier Jahren rückläufig. Mit einer derartigen Eintrübung hatten Ökonomen im Vorfeld der Bekanntgabe der Zahlen nicht gerechnet. Eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank FED am kommenden Dienstag wird damit immer wahrscheinlicher. Aktuell liegt der Leitzins bei 5,25 Prozent.

 

Gleichzeitig scheint sich die europäische Wirtschaft von diesem Abwärtstrend abkoppeln zu können. Die EU-Kommission senkte am Dienstag die Konjunkturprognose für 2007 nur sehr moderat um 0,1 Prozent. Zahlreiche Präsidiumsmitglieder halten daher sogar eine weitere Zinserhöhung für angebracht.

 

Die EZB hatte auf ihrer letzten Sitzung zunächst auf die angekündigte Erhöhung verzichtet. Begründet wurde dies mit den Turbulenzen an den internationalen Kreditmärkten. Der aktuelle Zinssatz liegt bei 4,0 Prozent.

 

Durch diese Aussicht auf eine weitere Annäherung der Leitzinssätze werden Anlagen in Euro im Vergleich zum US-Dollar immer attraktiver. Entsprechend stützt dies den Euro und schwächt den Dollar.

 

*Wie schlimm es um die US-Wirtschaft steht

 

Eine Schlüsselrolle für die weitere Entwicklung spielt die Frage, wie schlimm es wirklich um die US-Wirtschaft steht. Kommentare verschiedener regionaler FED-Chefs hatten hier zuletzt zusätzlich für Unsicherheit gesorgt.

 

FED-Gouverneur Frederic Mishkin sprach von “erheblichen Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft”. US-Finanzminister Henry Paulson glaubt, dass die Überwindung der Hypothekenkrise noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Dazu passt, dass die Vereinigung der amerikanischen Immobilienmakler ihre Prognose für die Zahl der Hausverkäufe am Dienstag bereits zum neunten Mal innerhalb eines Jahres gesenkt hat.

 

Die Hausverkäufe sollen nun 2007 um 8,6 Prozent fallen, statt wie zuvor prognostiziert um 6,8 Prozent. Die Zahl der verkauften Neubauten soll 2007 um 24 Prozent zurückgehen, nachdem sie bereits 2006 um 18 Prozent gefallen war.

 

Noch deutlicher beschreibt eine andere Statistik den Ernst der Lage: Die gerichtlichen Vollstreckungserklärungen für Hypotheken haben sich im Juli im Vergleich zur Vorjahresperiode knapp verdoppelt. Besonders kritisch sieht es in Kalifornien, Florida, Michigan, Ohio und Georgia aus.

 

Am Freitag erschienen nun (nach Redaktionsschluss) die Zahlen zum Einzelhandelsumsatz im August. Diese geben weitere Hinweise auf die zentrale Frage überhaupt: Inwieweit wird die Konsumneigung der US-Bürger von den Finanzmarkt-Turbulenzen in Mitleidenschaft gezogen? Die Marktteilnehmer werden diese Daten mit Argusaugen auswerten. Denn traditionell ist die US-Wirtschaft so sehr wie keine andere vom Konsum abhängig.

 

*Die Zahlen der großen US-Investmentbanken stehen an

 

Am kommenden Dienstag meldet mit Lehman Brothers die erste der großen US-Investmentbanken Zahlen für das zurückliegende Quartal. Morgan Stanley, Bear Stearns und Goldman Sachs folgen an den Tagen danach.

 

Die Wall-Street-Größen, die in den zurückliegenden beiden Jahren nicht zuletzt durch die Merger Mania glänzend verdient haben, müssen dann Farbe bekennen, wie sehr sie tatsächlich von der Hypothekenkrise betroffen sind. Daraus wiederum lassen sich dann Schlussfolgerungen ziehen, ob eine weitere Ausweitung der Finanzkrise droht.

 

*Die strukturelle Dollarschwäche

 

Doch der Dollar steht nicht nur gegenüber dem Euro bereits seit rund 18 Monaten unter starkem Abwertungsdruck sondern auch gegenüber den meisten anderen wichtigen Währungen. Nur relativ exotische Währungen wie die Rupie Sri Lankas oder der argentinische Peso waren zuletzt noch schwächer als der US-Dollar.

 

Die aktuellen Turbulenzen verstärken die langfristige strukturelle Schwäche des Dollars. Die eigentliche Ursache dafür, ist das immer größer werdende US-Leistungsbilanz-Defizit. Dieses entsteht dadurch, dass die USA dauerhaft mehr Güter importiert als exportiert. Dadurch herrscht ständig ein großes Angebot an US-Dollars auf den Devisenmärkten. Dies wird noch durch die großzügige Ausweitung der Geldmenge M3 (http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge) verstärkt.

 

In der Praxis refinanziert sich die USA über die Ausgabe von Staatsanleihen, die asiatische Handelspartner wie China zeichnen. Ausländische Staaten und Zentralbanken halten inzwischen bereits über die Hälfte aller im Umlauf befindlichen amerikanischen Staatsanleihen. Doch die Skepsis gegenüber dem Dollar wuchs zuletzt beträchtlich. Die Bestände wurden zuletzt eher abgebaut und in Euros oder gar in Gold umgeschichtet.

 

*Steht der Dollar nun vor dem Kollaps?

 

Diese Frage drängt sich angesichts der fundamentalen und charttechnischen Lage fast auf. In den Medien werden zudem von verschiedener Seite Untergangsszenarien gezeichnet. Insbesondere einige nicht unbedingt als seriös bekannten Börsenbriefe versuchen so verängstigte Leser zu ködern. Mit einseitiger Argumentation wird der Zusammenbruch des ganzen Finanzsystems propagiert. Eine Rezession in den USA und ein kollabierender Dollar sollen dabei den Anfang machen.

 

Was die Schwarzmaler dabei übersehen: Sollte die USA tatsächlich in die Rezession abrutschen (wovon der Großteil der Spitzenökonomen derzeit ausdrücklich nicht ausgeht!) könnte der Dollar sogar davon profitieren. Denn in diesem Fall dürften ja die amerikanischen Importe und damit auch das Leistungsbilanzdefizit deutlich zurückgehen. Das Dollarangebot dürfte dann auch abnehmen, was wiederum den US-Dollar stärken würde.

 

Hinzu kommt ein weiterer Effekt, der sich bereits am vorläufigen Höhepunkt der Hypothekenkrise eingestellt hat: Als Reaktion auf die Krise haben die risikoscheuen US-Bürger, die zuletzt verstärkt im Ausland investiert haben, ihre Auslandsinvestitionen teilweise aufgegeben und ihre Gelder zurück in die USA transferiert.

 

In der Folge ist der Euro gegenüber dem Dollar innerhalb weniger Handelstage von über 1,38 auf unter 1,34 US-Dollar eingebrochen.

 

Meine persönliche Meinung: In der Vergangenheit wurde der US-Dollar schon öfter “abgeschrieben”. Beispielsweise bei der US-Invasion in den Irak im Frühjahr 2003 oder bei der Wiederwahl von George W. Bush im November 2004. Ende 2004 war der Euro dann bereits auf ein Rekordhoch von 1,3667 US-Dollar gestiegen.

 

In 2005 beherrschten aber auf einmal ganz andere Themen die Devisen-Landschaft: Das Nein der Franzosen zur EU-Verfassung stand genauso im Mittelpunkt, wie die von Italien angestoßene Debatte über ein Auseinanderdriften der Euro-Länder. Das überraschende Ergebnis: Ende 2005 notierte der Euro dann wieder unterhalb von 1,20 US-Dollar.

 

Das Sentiment gegenüber dem US-Dollar ist mittlerweile so negativ, dass der Greenback fast nur noch steigen kann. Ich jedenfalls kenne kaum jemand, der auf einen steigenden US-Dollar spekuliert. Das sollte die Euro-Bullen zumindest etwas nachdenklich werden lassen.

 

Artikel auf: stock-world.de

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